Falkenburg - Pandemiebedingt im kleinen Kreis hat die SPD aus dem Landkreis Oldenburg diesmal ihr Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus begangen, das sie alljährlich am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, im Dorfpark Falkenburg abhält. Dort befindet sich die „Zerrissene Wand“, ein Werk des 2018 verstorbenen Wildeshausers Hartmut Berlinicke, das der Künstler als Brücke zwischen den Religionen auffasste. In der Wand verbaute Berlinicke unter anderem einen Schamottstein aus einem der Krematorien in Auschwitz.
An der Kranzniederlegung nahmen neben Landrat Dr. Christian Pundt und Ganderkesees Bürgermeister Ralf Wessel auch Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Delmenhorst teil. „Uns ist es wichtig, dass wir auch in Zeiten von Corona ein Zeichen gegen das Vergessen setzen“, sagte SPD-Vorsitzender Stephan Bosak. „Der 27. Januar 1945 war ein Tag der Befreiung vor Unrecht, Hass und Gewalt. Es bleibt unsere Verantwortung, nie zu vergessen, welches Leid Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Widerstandskämpfer und viele weitere Personengruppen widerfahren ist“, erklärte die stellvertretende Landrätin und stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler.
SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Thore Güldner sieht insbesondere seine Generation in der Pflicht: „Meine Generation ist die letzte, welche die Möglichkeit hat mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu sprechen und sich über Erlebtes auszutauschen.“ Es sei an den jungen Menschen, die Geschichte zu bewahren und an nachfolgende Generationen weiterzutragen.
