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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Gefeiert und ausgestellt

10.05.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-05-10T05:21:20Z 280 158

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Gefeiert und ausgestellt

Am Sonnabend eröffnete der in Hude lebende Künstler Wolf E. Schultz seine neueste Themenausstellung im Skulpturenhaus im Klosterbezirk. Zahlreiche Besucher wollten die Skulpturen und Plastiken des deutschlandweit renommierten Künstlers zum Thema „Freiheit“ sehen.

Nach einer kurzen Einführung, die der Künstler nach eigenen Angaben genauso improvisierte wie seine Werke, gab er den Besuchern Zeit, sich eigene Gedanken zu machen und auf die inneren Gefühle bei der Betrachtung seiner Kunst zu achten. Dabei betonte er immer wieder, dass jede Interpretation richtig sei, da es um Gefühle ginge. Diese könnten nicht falsch oder richtig sein. „Das Gefühl ist viel schneller als das Denken und damit authentischer“ erklärt Schultz, der seine mehr als 30 ausgestellten Werke als Tagebuchseiten versteht. Und die haben viel zu erzählen, denn die Ausstellung zeigt Skulpturen aus seinen Anfängen in den 1970er Jahren, bis hin zu Werken von heute, die erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Einen maritimen Bereich, der von Kindern als Spielplatz genutzt werden kann, gibt es jetzt am Seniorenzentrum Wüsting. Meer und Wasser verlangen auch nach einem Boot. Das sagte sich der Freundeskreis Wohnen in Wüsting und wurde bald fündig. In mehreren Schritten wurde an der Umsetzung der Planungen gearbeitet. Zunächst die Bepflanzung, dann die Beschaffung und Platzierung der Findlinge und nunmehr als krönender Abschluss die Einweihung des Bereiches. Das in frischen Farben toll aufbereitete Boot hat auch ein Segel bekommen. Auf diesem ist das neue Logo des Freundeskreises zu sehen, das künftig als Markenzeichen und Wiedererkennungsmerkmal des Vereins genutzt wird. Sarah Zunk von der Kunstschule Wandsbek in Bremen, aus deren Idee dieses Logo entstanden ist, nahm kürzlich die Bootstaufe anlässlich des Maibaumsetzens vor.

An der Realisierung des maritimen Bereichs waren in besonderem Maße beteiligt: Familie Ellinghusen – auf den Vornamen der Mutter wurde das Boot getauft. Claudia Rohde – sie spendete die Bambuspflanzen. Norman Dirschka – Spender des Bootes. Malerbetrieb Dennis Krebstekies – der das Boot restauriert und mit fröhlichen Farben versehen hat.

Der Freundeskreis bedankte sich nochmals bei allen Spendern und Helfern für die freundliche Unterstützung.

Seit seinem 17. Lebensjahr schreibt Wenzel Herzig, allerdings nur phasenweise. Die Texte, die dabei zustande kamen, waren teilweise bei der Lesung in der Huder Klosterremise zu hören: Der Werbetexter aus Ofen (Bad Zwischenahn) bot seinen Zuhörern einen eindrücklichen Literaturabend.

Ungewöhnlich ist die Herangehensweise des Autors: ein Thema wird in immer neuen Variationen wiederholt, in diesem Fall ist es die Angst seines Alter Ego Weiland vor dem Jobverlust. Weiland ist der Typ des Verlierers. Seine Ängste führen ihn in absurde Situationen, allerdings auch in den ganz konkreten Verlust seiner Stellung, und letztendlich auch in den Verlust seiner Lebenszeit, die ihm die ominöse „Zeitinvestbank“ berechnet.

Dabei geht Herzig zum Teil von Wörtern und Begriffen aus. Der „Nachkeicher“ ist ein mittelhochdeutscher Begriff, der heute nicht mehr verwendet wird. Er leitet sich von „keichen“ = keuchen ab. Der bedrohliche Klang des Wortes inspirierte den studierten Literaturwissenschaftler zu einer seiner Weiland-Geschichten.

Und was geschieht, wenn jemand ganz wörtlich „sein Gesicht verliert“? Nicht nur in dieser Geschichte findet sich der Leser plötzlich in einem Alptraum wieder, der nüchtern und sachlich erzählt wird und dadurch umso beklemmender wirkt. Tatsächlich verarbeitet der Autor seine eigenen Albträume zu Geschichten. Auch Franz Kafka hat das getan und so ist es kein Wunder, dass es schnell zu Assoziationen zu dem großen Schriftsteller kommt. Das liegt auch nicht zuletzt an Herzigs kafkaesker Sprache.

Da wirkte die autobiografische Erzählung „Gischt“ geradezu befreiend. Zwei heimatvertriebene Menschen treffen sich auf See, werden zu Reisenden. Erst durch ihre Kinder kommen sie wieder an Land, die ihrerseits das Meer mit romantischem Blick betrachten. Da sie die zunächst erträumten Seemannsberufe nie ausüben, können für sie das Meer und die Seefahrt romantisch bleiben.

Es gab viel Applaus in der voll besetzten Remise für den erst 35-jährigen Autor, der seine beeindruckenden Texte mit sehr viel sympathischer Bescheidenheit vortrug.

Der Freie Deutsche Autorenverband FDA Niedersachsen und Bremen, der die Lesungen in der Remise veranstaltet, legt im Juni aus organisatorischen Gründen eine kleine Sommerpause ein. Die nächste Remise-Lesung findet erst wieder im Juli statt.

Je später der Abend, desto größer die Anzahl der Gäste. Diese Weisheit bewahrheitete sich einmal mehr am Sonnabendabend in Kirchkimmen. Hier hatte die Landjugend Sandersfeld alles für die Riesen-Blankemeyer-Hallenfete vorbereitet. Mit Sonderbussen aber auch dem eigenen Pkw reisten die Fetenbesucher aus dem Umkreis zur Fetennacht in Kirchkimmen an. Neben dem Abrocken zur aktuellen Top-40-Musik, aber auch zum Spaßhaben gab es an diesem Sonnabend in der näheren Umgebung kaum eine Alternative.

Damit das so sein konnte, hatte die Landjugend einige helfende Händen organisiert. Nur so konnte auch diese Hallenfete zu einer Knaller-Party werden.