Neuenlande/Landkreis - Dreieinhalb drei Wochen nach einem Ausbruch der Geflügelpest in Hengsterholz ist ein weiterer Betrieb in der Gemeinde Ganderkesee betroffen: Wie die Kreisverwaltung mitteilt, hat das Friedrich-Löffler-Institut am Samstag den Erreger H5N1 in einem geflügelhaltenden Betrieb in Neuenlande nachgewiesen. Am Sonntag seien dort daraufhin rund 30 000 Hähnchen getötet worden, erklärte Kreissprecher Oliver Galeotti.
Der neue Ausbruch hat auch für andere Geflügelhalter in der Umgebung Folgen: In einem Radius von drei Kilometern rund um den Seuchenbestand ist eine Schutzzone (ehemals Sperrbezirk) festgelegt worden. Um die Schutzzone herum ist für einen Radius von zehn Kilometern eine Überwachungszone (ehemals Beobachtungsgebiet) angeordnet worden. Die Anordnung gilt ab diesem Dienstag.
Für beide Zonen gelten strikte Maßnahmen – darunter eine Aufstallungspflicht für alle gehaltenen Vögel mit Ausnahme von Tauben. Um Kontakte mit freilebenden Vögeln zu vermeiden, müssen sie in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung gehalten werden, die nach oben gegen Einträge gesichert ist.
Die Ausdehnung der Zonen ist auf einer interaktiven Karte auf der Homepage des Landkreises (www.landkreis-oldenburg.de) im Bereich „TOP-Dienstleistungen“ unter „Geoportal“ einzusehen. Innerhalb des Zehn-Kilometer-Radius liegen etwa Bookholzberg, Rethorn, Schierbrok, Schönemoor, Stenum, Hoykenkamp, Elmeloh und Almsloh sowie der Westen der Gemeinde Hude mit Langenberg, Vielstedt und Nordenholz. Weitere Überwachungszonen bestehen im Osten sowie am westlichen Rand des Kreisgebiets.
