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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Gelesen und informiert

15.11.2017

Im Mittelpunkt des Werte- und Normen-Unterrichtes des 13. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums in Wildeshausen steht das Thema „Recht, Gerechtigkeit und Staat – Eine Einführung“. Vor diesem Hintergrund haben die Jugendlichen in Begleitung ihres Lehrers Christoph Pauli die Ausstellung „Ordnung und Vernichtung – Die Polizei im NS-Staat“ im Kreishaus Wildeshausen besucht. Dort erfuhren sie durch kundige Erklärungen von Peter Heinken als Vertreter des Arbeitskreises „Für Demokratie und Toleranz“ des Präventionsrates der Stadt Wildeshausen, wie sich die Polizei von einer an demokratisch Werten orientierten Polizei in der Weimarer Republik zum willigen Instrument der nationalsozialistischen Terrorherrschaft wandelte. Recht und Gerechtigkeit, das gab es in diesem Staat nur noch für die Menschen, die dem nationalsozialistischen Weltbild entsprachen. Die Schüler konnten aber auch erfassen, dass der Übergang zur demokratisch gesinnten Polizei der heutigen Bundesrepublik Deutschland ein schwieriger und langwieriger war, weil viele der Täter weiter beschäftigt wurden. Somit diente der Besuch der Ausstellung dazu, das Kursthema in seiner Komplexität differenzierter zu erfassen.

Rund um das Thema Judenpogrom und „Gelebte Erinnerung in Wildeshausen“ finden im November mehrere Veranstaltungen in der Kreisstadt statt. Am Dienstag weilte die schwedische Autorin Rose Lagercrantz in Wildeshausen. Am Nachmittag las sie im Stadthaus Kindern aus ihren Büchern vor, unter anderem aus „Mein glückliches Leben“, das in 25 Sprachen übersetzt wurde. Am Dienstagabend las Lagercrantz im Ratssaal vor Erwachsenen aus ihrem Buch „Wenn es einen noch gibt. Ein Familienporträt“. Darin arbeitete sie ihre eigene Familiengeschichte auf. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg lernten sich ihre Eltern in Schweden kennen. Ella aus dem rumänischen Sighet hatte Auschwitz überlebt, der Deutsche Georg hatte sich früh gegen die Nazis gewandt, war Mitte der 30er-Jahre in Esterwegen inhaftiert, konnte aber später nach Schweden fliehen. Rose Lagercrantz wurde 1947 in Stockholm geboren. Sie hat zahlreiche Kinderbücher geschrieben und Preise erhalten.

Was ist nötig, um Sozialassistent zu werden? Welche Berufschancen gibt es bei der Stadt? Dies und mehr haben die Neunt- und Zehntklässler der Hauptschule in Wildeshausen am Dienstag beim Betriebsinformationstag erfahren. 15 Firmen informierten die Jugendlichen über Ausbildungsmöglichkeiten. „Es ist eine gute Sache – jedes Jahr haben wir rund 15 bis 17 hier“, sagte Konrektor Dr. Andreas Everinghoff. Die Themenfelder waren unterschiedlich: So erfuhren die Schüler zum Beispiel bei Janna Speckmann und Thekla Plump vom OOWV (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband), wie viel Wasser der Mensch pro Tag verbraucht. Kerrin Mellmann, Leiterin der evangelischen Kita Schatzinsel, riet den Schülern: „Guckt euch gut an, was ihr machen wollt – viele Betriebe suchen händeringend gute Auszubildende.“

Im Rahmen des monatlichen Frauenabends – er findet jeden ersten Dienstag im Monat im „Treffpunkt Mittendrin“ statt – hat der Arbeitskreis Integration im Präventionsrat der Stadt Wildeshausen eine Infoveranstaltung zum Thema „richtiges Heizen und Lüften“ organisiert. Energieberaterin Petra Rabius-Hermann erklärte zwölf Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, wie man gesundheitsschädlichen Schimmel in Wohnräumen vermeiden kann. Vor dem Hintergrund, dass viele Familien aus anderen Herkunftsländern nicht an dieses Klima gewöhnt seien, hätten die Frauen wichtige Informationen erhalten und sich darüber ausgetauscht, berichtete Imke Schmidt vom Arbeitskreis. Zudem gab Rabius-Hermann Empfehlungen, wie sich Strom und Wasser sparen lassen.

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