Dünsen - Einiges an Geld nimmt die Gemeinde Dünsen dieses Jahr in die Hand. Es sind mehrere investive Maßnahmen geplant, kündigte Bürgermeister Hartmut Post (Wählergemeinschaft Dünsen) in der Ratssitzung am Montagabend an, in der die Ratsmitglieder den Haushalt einstimmig beschlossen. Neben dem Endausbau der Straße „Am Buchenhain“, wofür 2024 noch 100 000 Euro eingeplant sind (Rest aus 2023: 400 000), soll auch die ehemalige Zufluchtskirche angegangen werden.
Kirche erhalten
Ausschlaggebend gewesen sei ein Antrag von Mario Kreutz (Wählergemeinschaft), das Dach neu zu machen. „Wenn wir hier was machen, müssen wir es richtig machen“, habe sich der Rat dann gedacht, sagte Post. Das Gebäude solle als Veranstaltungsort erhalten bleiben, auch angesichts der Tatsache, dass es keine Gaststätte mehr im Ort gebe. Also soll nun jemand beauftragt werden, das Gebäude anzuschauen und zu gucken, was gemacht werden muss: Neben dem Dach könnten das energetische Maßnahmen sein, die Toiletten, die alte Ölheizung. Um die Planung beauftragen zu können, sind 30 000 Euro im Haushalt eingeplant. Was dann tatsächlich umgesetzt werden soll, müsse man schauen, so Post. „Billig wird das nicht.“
Konzept erstellen
20 000 Euro, ebenfalls an Planungskosten, sind für die Oberflächenentwässerung eingeplant. Für eine neue Rutsche auf dem Spielplatz am Buchenhain sind 3000 Euro, für den Breitbandausbau 10 000 Euro veranschlagt.
Insgesamt komme die Gemeinde laut Planung bei 1,018 Millionen Euro an Erträgen gegenüber 1,203 Millionen Euro an Aufwendungen auf ein Defizit von 184 600 Euro, erläuterte Samtgemeindekämmerer Frank kleine Kruthaup. Dieses könne durch Rücklagen ausgeglichen werden.
„Es wird immer enger werden“, blickte Heinrich Dittmer-Hohnholz (Wählergemeinschaft) in die Zukunft. Der Rat müsse sich in absehbarer Zeit zusammensetzen und ein Konzept erarbeiten, was die Gemeinde brauche und was nicht, schlug Stefan Hehr (Dünsener Bürgerliste) in die gleiche Kerbe. „Wir können uns nicht alles leisten.“
