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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Ostereier In Ganderkesee: Wenn die Feiertage auch Eiertage sind

20.04.2019

Gemeinde Ganderkesee Schon in antiken Gräbern wurden verzierte Eier gefunden. Und die frühen Christen Mesopotamiens bemalten Eier rot, um an das Blut Jesu zu erinnern – eine Tradition, die es in der griechisch-orthodoxen Kirche immer noch gibt. Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia nennt auch praktische Gründe, warum zu Ostern Eier gefärbt wurden.

Demnach durften in der Fastenzeit keine Eier gegessen werden. Doch da die Hühner trotzdem weiter legten, machte man ihre Eier durch Hartkochen haltbar. Pflanzenfarbe half, frische von älteren Eiern zu unterscheiden. Am Ostersonntag wurden sie dann verzehrt. Aus Ernährungssicht ist der schlechte Ruf des Eis längst überholt: Das Eiweiß gilt als besonders gut verwertbar, außerdem enthalten Eier Vitamine und Mineralstoffe.

Verena Wirth: Kreatives Bemalen

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Das Verzieren von Ostereiern wird im Kindergarten Habbrügger Weg in Ganderkesee genutzt, um mit den Kleinen kreative Techniken einzuüben. „Wir haben die Eltern gebeten, den Kindern zwei oder drei ausgepustete Eier mitzugeben“, sagt die stellvertretende Leiterin Verena Wirth.

Das Thema Ostern wird jedes Jahr anders behandelt. Vor einigen Jahren erklärte ein Hühnerzüchter den Kindern die Entwicklung vom Ei zum Küken. Auch eine Ostereier-Suchaktion gab es bereits. Verena Wirth findet es schön, wenn Kinder noch an den Osterhasen glauben: Vieles werde heute rational erklärt. „Wir lassen es offen. Vielleicht gibt’s den Osterhasen, vielleicht nicht.“

Stefan Bruns: An der Eier-Quelle

Die Familie Bruns sitzt sozusagen an der Quelle. Genauer gesagt, gibt es auf ihrem Hof in Bergedorf rund 400 „Quellen“ – Hühner, die täglich etwa 350 Eier legen. Zur Osterzeit ist die Nachfrage groß. „Wir lassen seit drei Wochen die Nudelproduktion ruhen“, sagt Stefan Bruns. „Die Eier gehen alle in den Verkauf.“

Doch die Hühner legen zuverlässig auch an den Feiertagen, so dass für die Familie Bruns genügend Eier übrig bleiben. Den beiden kleinen Kindern im Alter von zwei und vier Jahren ist aber längst klar, wer für die Ostereier zuständig ist. „Sie wissen, dass die gefärbten Eier von uns kommen“, sagt Stefan Bruns schmunzelnd. Die Schokoladeneier dagegen bringe der Osterhase.

Susanne Bruns: Deko erst am Sonntag

Wenn andere die Oster-Deko vielleicht schon nicht mehr sehen mögen, dann fängt Susanne Bruns gerade erst damit an, einen Strauß mit Eiern zu schmücken. Für die Pastorin der ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee ist österliche Dekoration erst am Sonntag angesagt, wenn die Auferstehung Jesu gefeiert wird. „Dann beginnt die Osterzeit, die bis Pfingsten dauert“, sagt sie. Der Strauß wird mit Eiern geschmückt, die sie in 30 Jahren gesammelt hat.

Auch gefärbteEier gibt es bei ihr. Das Färben erledigt sie am Samstag. „Eier gehören für mich zur Osterzeit“, sagt die Pastorin.

Tanja Schwarting: Osternest ist schon fertig

Bunte Eier gibt es bei Tanja Schwarting und ihrer Familie natürlich auch. Schließlich werden auf dem Betrieb in Thienfelde Hühner gehalten und Eier im Hofladen angeboten. Da die Schwartings drei kleine Kinder haben, spielen die Ostervorbereitungen eine wichtige Rolle.

Ein großes Nest,in das der Osterhase die Eier hineinlegen kann, haben die vierjährigen Zwillingsmädchen Hanneke und Leevke sowie ihr Bruder Tamme (7) bereits gebaut. „Für den Fall, dass der Osterhase schon vor Ostern etwas bringt“, sagt Tanja Schwarting.

Aus Moos und Gänseblümchen entstehen am Ostersamstag weitere Nester. Nachts oder am frühen Morgen füllen sie sich mit bunten Eiern, Süßigkeiten und kleinen Geschenken.

Elisabeth Westphal: Tricks für die Farbe

Die Kinder sind zwar inzwischen erwachsen. Trotzdem möchten Elisabeth Westphal und ihre Familie nicht auf bunt gefärbte Ostereier verzichten. „Ich färbe etwa 30 Eier“, sagt die Landfrau aus dem Vorstand des Landfrauenvereins Ganderkesee.

Färbetabletten,die in Essigwasser aufgelöst werden, geben den Eiern die Farbe. Elisabeth Westphal aus Habbrügge hat ein paar Tricks, um das Ergebnis zu verbessern: „Ich nehme immer braune Eier. Dann werden die Farben intensiver.“ Außerdem verwendet sie stets zwei Färbetabletten. Bei der Oster-Deko im Haus mag es die Landfrau dezent.

Antje Rickmeier Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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