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Veranstaltungsabsagen in der Gemeinde Hatten Weiteres Frühjahr mit Kultur nur auf dem Bildschirm

Imke Harms

Gemeinde Hatten - In 2020 hagelte es auch in der Gemeinde Hatten nach und nach immer mehr Absagen von Kulturveranstaltungen. Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Bürgerfeste: Alles wurde vorerst ins Jahr 2021 verschoben, immer verbunden mit der Hoffnung, dass die Corona-Fallzahlen sinken mögen, der Impfstoff Abhilfe schaffe und größere Menschenansammlungen wieder problemlos möglich sein würden. Im April 2021 jetzt im nächsten Lockdown mit Ausgangssperren und Testzentren ist klar: Auch in diesem Jahr wird es wohl tendenziell nichts mit ausgelassenen Partys.

Sandyfest muss ausfallen

„Gerne hätten wir in diesem Jahr wieder ein Sandyfest organisiert, mit vielen Gästen gefeiert und auf der Bahnhofstraße getanzt. Die Entwicklung der Corona Pandemie lässt dies leider nicht zu. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand des Orts- und Bürgervereins Sandkrug und umzu in dieser Woche dazu entschieden, dass das Sandyfest im September nicht stattfinden wird“, sagt Petra Schütte-Lange vom Vorstand. Die Durchführung eines solchen Festes könne man nicht verantworten.

Auch Marina Franz, die Kultur- und Tourismusbeauftragte der Gemeinde Hatten, kann nur mit den Schultern zucken, wenn sie nach den Planungen für die Kulturveranstaltungen gefragt wird. „Es gibt einen groben Plan, wie wir die Veranstaltungen wieder verschieben. Aber fest steht da noch nichts. Wir planen und planen und verlegen und verschieben. Alles hängt davon ab, wie sich die Corona-Zahlen entwickeln.“

Verschoben und verlegt

Alles, was für April und Mai geplant worden sei, müsse in jedem Falle verschoben werden. Anderes habe man in den digitalen Raum verlegen können. So hat zum Beispiel Karl-Heinz Wesemann Videos von Konzerten im Rathaus erstellt und so für die Hatter Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht. „Die Klickzahlen dafür sind gut“, weiß Marina Franz. Diese digitalen Angebote werden also angenommen, „und es geht auch darum, Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zu bieten, sich zu zeigen und den Menschen zu zeigen, dass sie noch aktiv sind.“ Doch ersetzen könne ein solches Video eine Ausstellungseröffnung oder ein Konzert natürlich nicht, weiß Marina Franz. Man habe den Künstlerinnen und Künstlern bei der Aufnahme auch anmerken können, wie ungewohnt die Situation war. „Der Applaus fehlt, eine Reaktion des Publikums. Das ist alles sehr unwirklich.“

Und noch etwas äußert die Tourismus- und Kulturbeauftragte: „Wir hoffen alle, dass es bald vorbei ist. Aber derzeit hängen wir mit den Planungen leider noch komplett in der Luft.“

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