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Letzte Ratssitzung in Ganderkesee Kommunalpolitik solidarisiert sich mit Israel

Die Nachnutzung des einstigen Jugendhofs Steinkimmen als neues Wohnquartier soll nach langem Vorlauf endlich auf den Weg gebracht werden.

Die Nachnutzung des einstigen Jugendhofs Steinkimmen als neues Wohnquartier soll nach langem Vorlauf endlich auf den Weg gebracht werden.

Torsten von Reeken/Archiv

Ganderkesee - „Nie wieder ist jetzt: Jüdisches Leben schützen und Menschenwürde achten“: Unter diesen Leitsatz ist eine Solidaritätsbekundung für Israel gestellt, die der Ganderkeseer Gemeinderat in seiner letzten Zusammenkunft des Jahres verabschieden will. Die sogenannte Weihnachtssitzung findet an diesem Donnerstag, 14. Dezember, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt.

„Macht fassungslos“

Der brutale Angriff auf Israel und die massenhafte Verschleppung und Ermordung unschuldiger Zivilisten – darunter viele Kinder – durch die Hamas mache fassungslos, heißt es in der Begründung der Verwaltung. Gleichzeitig verstörten Bilder aus Deutschland und anderen Ländern Europas, bei denen offen zur Gewalt gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aufgerufen werde. Der Rechtsstaat müsse alle Möglichkeiten ergreifen, solche Aufrufe verfolgen. „Am 7. Oktober 2023 sind mehr jüdische Menschen ermordet worden als an jedem anderen Tag seit Ende des Zweiten Weltkriegs“, heißt es in der Beschlussvorlage zur Solidaritätsbekundung.

Der Ganderkeseer Ehrenratsherr Werner Fleischer hielt die Ansprache zum Volkstrauertag bei der Gedenkfeier im Ganderkeseer Rathaus.

VOLKSTRAUERTAG IN GANDERKESEE Vom Gedenken zum mahnenden „Niemals wieder!“

Karoline Schulz
Ganderkesee

Für den Gemeinderat ist das „Nie wieder“ kein Lippenbekenntnis. Vielmehr wolle man mit der gemeinsamen Erklärung Flagge zeigen und deutlich machen, dass man im Kampf gegen den Terror fest an der Seite Israels stehe. „Der Schutz jüdischen Lebens (...) und die Anerkennung des Existenzrechts des Staates Israel sind unverrückbare Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg und Bestandteil unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“ Auch das Gedenken an die Kriegsopfer ist Teil der Solidaritätsbekundung – sowohl im Nahen Osten, auf israelischer wie auch auf palästinensischer Seite, als auch in der Ukraine und bei allen anderen Konflikten auf der Welt.

Wohnquartier

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung steht neben der Verabschiedung der Haushalte der Gemeinde und ihrer Eigenbetriebe unter anderem der Satzungsbeschluss zur Nachnutzung des ehemaligen Jugendhofs Steinkimmen. Auf dem Areal soll ein neues Wohnquartier entstehen.

Straßenname

Ferner geht es um die Benennung eines neuen Verbindungsweges in Hoykenkamp zwischen dem Wendeplatz am Hoykenkamper Weg und dem südlichen Ende des Parkplatzes der Kita Schatzinsel. Er soll Heinrich-Alfs-Weg heißen.

Der ehemalige Jugendhof Steinkimmen liegt seit mehreren Jahren im Dornröschenschlaf. Jetzt soll dort ein neues Wohnquartier entstehen.

JUGENDHOF STEINKIMMEN Pläne für naturnahes Wohnquartier überzeugen fraktionsübergreifend

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Steinkimmen
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Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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