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Besucher-Ansturm aufs Flugplatzgelände Ganderkeseer Gewerbeschau lockt tausende Gäste an

Vorne wird gefuttert, hinten gerutscht: Blick auf das gut besuchte Freigelände der Ganderkeseer Gewerbeschau auf dem Flugplatz. Mit vier Hüpfburgen war es besonders familienfreundlich gestaltet.

Vorne wird gefuttert, hinten gerutscht: Blick auf das gut besuchte Freigelände der Ganderkeseer Gewerbeschau auf dem Flugplatz. Mit vier Hüpfburgen war es besonders familienfreundlich gestaltet.

Thorsten Konkel

Ganderkesee - Es war die richtige Mischung aus kostenlosem Familienfest und buntem Branchenmix, die am vergangenen Wochenende nach Veranstalterangaben tausende Besucher zur 20. Ganderkeseer Gewerbeschau auf das Flugplatzgelände an der Otto-Lilienthal-Straße gelockt hat. Nach vierjähriger, auch coronabedingter „Gewerbeschau-Abstinenz“ war der Andrang an beiden Tagen riesig: „Der Zuspruch ist so gut, dass wir schon überlegen, die Schau anstatt in zweijährigem Rhythmus jährlich zu veranstalten“, verriet Susanne Hesse-Neugebauer vom Organisationsteam am Sonntagmittag.

Darum ist Schau beliebt

Größtes Plus der Schau sei die Kombination aus kostenlosem Eintritt, Parken und Kinderattraktionen. Erstmals verstärkt auf die Familienfreundlichkeit gesetzt hatten die Organisatoren bei der vorangegangenen Schau 2019. „Wo gibt es schon vier Hüpfburgen auf einmal und das noch gratis“, fragte Hesse-Neugebauer. Timo Vetter, Vorsitzender des Veranstalters Gantermarkt, betonte die Bedeutung des Event-Charakters für den Umsatz des Einzelhandels. „Es muss drumherum immer etwas los sein, wie bei unseren verkaufsoffenen Sonntagen“.

Sich informieren und Geld ausgeben, das taten die Besucher auch – etwa am Stand von Raumausstatterin Frauke Lüdeke-Riesmeyer. „Wir mussten schon neu dekorieren, die Menschen haben uns die Ausstellung leer gekauft“, sagte sie. Aber nicht nur ihre Heimtextilien, auch ein neuer Service kam an: das Gardinenwaschen. Angesichts einer älter werdenden Bevölkerung würde diese Dienstleistung für viele interessanter.

Schöner Wohnen: Frauke Lüdeke-Riesmeyer (links) und Heidi Richert zeigen, wie das geht. Bild: Thorsten Konkel

Schöner Wohnen: Frauke Lüdeke-Riesmeyer (links) und Heidi Richert zeigen, wie das geht. Bild: Thorsten Konkel

Fachlicher Rat ist gefragt

Von Interesse war auch das Mobiliar, das nebenan Lutz Harfst, Chef des Huder Möbelhauses Backhus, vorführte. Darunter ein Tisch, der durch das Drehen Form und Größe verändern kann.

Lutz Harfst (Möbel Backhus) stellte neues Mobiliar vor. Bild: Thorsten Konkel

Lutz Harfst (Möbel Backhus) stellte neues Mobiliar vor. Bild: Thorsten Konkel

Erkenntnisgewinne in Sachen modernster Orthopädietechnik gab es am Stand des Sanitätshauses „GanderMed“. Inhaberin Michaela Cordes und Mitarbeiterin Katharina Woltjen zeigten, wie Schuh-Einlagen heute in einem 3D-Drucker maßgenau entstehen.

Das Sanitätshauses „GanderMed“, vertreten durch Inhaberin Michaela Cordes (rechts) und Mitarbeiterin Katharina Woltjen zeigte, wie Schuh-Einlagen heute in einem 3D-Drucker maßgenau entstehen. Bild: Thorsten Konkel

Das Sanitätshauses „GanderMed“, vertreten durch Inhaberin Michaela Cordes (rechts) und Mitarbeiterin Katharina Woltjen zeigte, wie Schuh-Einlagen heute in einem 3D-Drucker maßgenau entstehen. Bild: Thorsten Konkel

Ob Rasenmäher oder rasend schnelles Auto – fachliche Expertise war auf dem Freigelände an den Fahrzeugständen und auf der Motor-Gartengeräte-Ausstellung gefragt. Klar wurde dort aber auch, dass sich der Umstieg aufs Elektroauto auf dem Lande nicht so schnell durchsetzen wird. „Die Leute sind noch skeptisch“, verlautete es hier und da hinter vorgehaltener Verkäuferhand. Interesse an den Verbrennern sei dafür aber vorhanden.

„Parkplatz, bitte ganz durchfahren“, steht in riesigen Lettern auf den Schildern, die die Organisatoren der Ganderkeseer Gewerbeschau, Susanne Hesse-Neugebauer und Manfred Neugebauer, an der Otto-Lilienthal-Straße aufstellen ließen. Genutzt hat das am Sonntag nichts.

GEWERBESCHAU GANDERKESEE 2023 Tausende Besucher – Wer wirklich schuld am Verkehrschaos war

Thorsten Konkel
Ganderkesee

Nicht auf die Straße, dafür in die Luft wollten viele Besucher, die wegen eines „Schnupperflugs“ am Stand der Flugplatzbetreiberin Atlas Airfield GmbH anstanden. „Wir sind von der großen Nachfrage selbst überrascht“, war Dörthe Dreher von der Atlas Airfield GmbH erstaunt.

Auch Schlange stehen

Schlange stehen, dass mussten Messegäste leider auch an den wenigen Bewirtungsständen. Das ist wohl der einzige echte Kritikpunkt an der ansonsten gelungenen Schau. Warum, erklärte Hesse-Neugebauer: „Wir haben leider sehr kurzfristige Absagen erhalten und wer kam, hätte mehr Personal mitbringen können, das gibt es angesichts des Fachkräftemangels aber nicht“. Der Fachkräftemangel ist laut Hesse-Neugebauer auch daran Schuld, dass nicht noch mehr Aussteller vor Ort waren. „Es gab noch 20 weitere Anfragen, die haben ihr Personal aber nicht zusammenbekommen“. Weil eine Messe ja von Beratung lebe, sei das mit nur wenigen Leuten am Stand kaum zu leisten.

Thorsten Konkel
Thorsten Konkel Redaktion Ganderkesee
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