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Wildeshauser Schützengilde „Pingsten ward fiert“ heißt es auch 2024 in der Kreisstadt

Peter Kratzmann
Bei der Versammlung stellten General Jens Kuraschinski (links) und Oberst Wilhelm Meyer (rechts) auch nochmals den neuen Adjutanten des Generals Jochen Meyer (2. von links) und Schatzmeister Artur Gabriel vor.

Bei der Versammlung stellten General Jens Kuraschinski (links) und Oberst Wilhelm Meyer (rechts) auch nochmals den neuen Adjutanten des Generals Jochen Meyer (2. von links) und Schatzmeister Artur Gabriel vor.

Peter Kratzmann

Wildeshausen - „Pingsten ward fiert“: Damit haben die rund 250 Mitglieder der Wildeshauser Schützengilde bei der Generalversammlung einstimmig bekundet, dass es auch in diesem Jahr ein Gildefest geben wird. Doch die Zeichen der Zeit gehen auch an der Gilde nicht vorbei. In einer langen Liste Verstorbener, die der General der Gilde Jens Kuraschinski in der vorausgehenden Versammlung des Versicherungsvereins „Totenlade“ verlas, ging es auch um Namen aus den Reihen des Offizierskorps. Den plötzlichen Tod von Gönner und Schatzmeister Oberstleutnant Siegbert Schmidt und den Verlust von Gildegerichtsmitglied Heinrich Boning galt es zu verkraften.

Beitrag erhöht

Abschied vom Königsschießen auf einen aus Metall gefertigten Papagoy muss die Gilde ebenfalls nehmen. Der Hintergrund: Abpraller vom Metall-Papagoy sind nicht zu kontrollieren und damit gefährlich. Der Landkreis als Aufsichtsbehörde forderte Abhilfe. Die fanden Artur Gabriel und Ulli Kramer: Der Papagoy wird nun aus einem Kunststoffverbund gefertigt. „Darin bleiben die Kugeln stecken und prallen nicht ab“, so Ulli Kramer auf Nachfrage. Gemäß der Statuten darf der Papagoy die nächsten vier Jahre so genutzt werden.

Der Erlös aus dem vergangenen Gildefest betrug nur 9000 Euro, legte Gabriel bei der Vorstellung des Kassenberichts dar. „Wenn wir die Beiträge nicht erhöhen, dann rücken wir in die Verlustzone und wir haben für das Jubiläumsjahr 2028 keine Rücklagen.“ Auch muss im kommenden Jahr die Summe von 80000 Euro als Zuschuss zur Sanierung der Widukindhalle gezahlt werden. Gabriel schlug eine Erhöhung von zehn Euro auf 46 Euro Jahresbeitrag vor. Die letzte Erhöhung fand vor zehn Jahren statt. Die Gildemitglieder stimmten zu.

Gildeoberst Wilhelm Meyer freute sich in seinen Bericht über die wieder normalen Bedingungen zum Fest 2023, über 108 neue Rekruten und 3416 Teilnehmer am Ausmarsch als Rekordbeteiligung.

Damit auch Mädchen am Kinderkönigsschießen teilnehmen können, hat eine Gruppe von Mädchen eine Unterschriftenaktion gestartet. Es sei unfair, dass nur Jungen teilnehmen dürften – diese seien genauso wie die Mädchen noch keine Gildemitglieder. In kurzer Zeit hatten sie Unterschriften von 70 Mitgliedern der Gilde beisammen. Bei der Versammlung hieß es jedoch, diese könne nicht darüber entscheiden, sondern das Offizierskorps. In diesem Jahr soll das wohl nicht mehr geschehen.

Neue Gildefigur

Es folgten die Berichte der Kompanien. Marco Tschöpe (Ratskompanie) berichtete von der Suche nach einem neuen Bewirtungsplatz, nachdem die alte Feuerwache nicht mehr da ist. Frank Görke (Huntetor) gab die Auflösung der „Sieben Zwerge“ bekannt und bedankte sich für die langjährige Arbeit, was donnernd beklatscht wurde.

Schließlich meldete sich Jürgen Luthardt für die Königskompanie zu Wort. „Wir haben jetzt eine eigene Gildefigur der Königskompanie. Sie zeigt den ersten König unserer Kompanie Heinz ,Iron (Eisen)’ Kramer.“

Marco Tschöpe bat am Rande noch um einige Betreuer für das Kinderschützenfest, die sich zwei bis drei Stunden einbringen, um Spiele und andere Angebote zu betreuen. „Wer da mitmachen möchte, kann sich bei mir direkt melden.“

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