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Windpark in Glane Baustart spätestens Mitte 2022

Vor der Fläche, wo der Windpark Glane entstehen soll: (von links) Axel Brammer, Christian Pundt, Thore Güldner, Hermann Raschen, Söhnke Schierloh, Jens Kuraschinski, Susanne Mittag und Tiemo Wölken

Vor der Fläche, wo der Windpark Glane entstehen soll: (von links) Axel Brammer, Christian Pundt, Thore Güldner, Hermann Raschen, Söhnke Schierloh, Jens Kuraschinski, Susanne Mittag und Tiemo Wölken

Glane - In einem Jahr sollen die Arbeiten am Windpark Glane auf Hochtouren laufen: Söhnke Schierloh von der gleichnamigen Engineering GmbH und Hermann Raschen, Geschäftsführer der VR Energieprojekte Wildeshauser Geest GmbH, haben am Dienstag den aktuellen Stand der Planungen vorgestellt.

Ein Jahr Bauzeit

Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres soll die Genehmigung vorliegen, so dass im Februar oder Mai die Ausschreibung beginnen kann. Mit etwa einem Jahr Bauzeit werde geplant, „im April oder Juni könnten wir loslegen“, sagte Schierloh. Die Standorte der Windkraftanlagen zeigte er den anwesenden Politikern auf einer Karte: SPD-Landtagsabgeordneter Axel Brammer, SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, Landratskandidat Christian Pundt, Europa-Abgeordneter Tiemo Wölken, Kreistagsabgeordneter Thore Güldner (beide SPD) und Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski. Bei dem Gesprächen waren auch die Landeigentümer Jan-Niklas Siemer, Hermann-Georg Behrens und Uwe Johannes vertreten.

Insgesamt sind es acht Anlagen, wovon sieben von der VR Energieprojekte in Kooperation mit Schierloh und eine von der EWE geplant wird. Die Nabenhöhe liegt bei 120 Metern, der Rotordurchmesser bei 160 Metern, die Nennleistung pro Anlage bei 5,56 Megawatt. Drei Windräder sind als Landeigentümer-, drei als Bürgeranlagen und eine als „Windsparbrief“ geplant. Bei Letztgenanntem gehen Personen kein unternehmerisches Risiko ein. Man investiert eine feste Summe und bekommt dann Zinsen, „wie ein Sparbuch“, beschrieb es Raschen. Errichtet werden Anlagen des Unternehmens Enercon.

Bei dem geplanten Windpark, der auf beiden Seiten der Straße Bauerschaft Glane entstehen soll, habe es kaum Widerstände gegeben, hob Kuraschinski hervor. Wenn, dann habe es „smarte Einwände“ gegeben. Beschwerden von Bürgern habe es auch nicht gegeben, „hier ist ja nichts“, erklärte es sich Kuraschinski.

Ein altes Wohnhaus an der Straße wird im Übrigen abgerissen: Mit dem Eigentümer sei gegen eine jährliche Entschädigung die Vereinbarung getroffen worden, dass es neu hergerichtet wird, erklärte Raschen. Ein Gruppenraum sei dort denkbar, „ein ausgedientes Rotorblatt könnte dort hingelegt werden“, überlegte Raschen, wie ein Informationszentrum aussehen könnte. Eine Streuobstwiese oder eine Werkstatt für den Nabu seien auch denkbar.

Verfahren vereinfachen

Mittag sprach sich dafür aus, dass die Verfahren für Bebauungen vereinfacht werden sollten. Es brauche eine Systematik – jedes Verfahren solle nicht jedes Mal „neu erfunden“ werden müssen. Raschens Ausführungen war zu entnehmen, dass er der Bundestagsabgeordneten zustimmte: „Seit dem 1. Januar gibt es neue Gesetze – und es ist viel dazugekommen.“ Ein Erdbewegungskonzept sei gefordert, ebenso ein Bodenmanagementkonzept, nannte er Beispiele. „Manchmal fragt man sich aber: Tut das an der Stelle wirklich Not?“

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen
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