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„Kultur hinterm Feld“ in Rhade Gregor Gysi spricht über Politik und Privates

Peter Kratzmann
Es ging um Politik und Persönliches: Gregor Gysi war zu Gast im Kultur hinterm Feld in Rhade, mit Moderatorin Andrea Jung.

Es ging um Politik und Persönliches: Gregor Gysi war zu Gast im Kultur hinterm Feld in Rhade, mit Moderatorin Andrea Jung.

Peter Kratzmann

Rhade - Politiktalk im ersten Teil seines Besuches, mit Antworten auf Fragen der Moderatorin Andrea Jung: Das war der erste Streich im ausverkauften Veranstaltungshaus „Kultur hinterm Feld“ in Rhade: Zu Gast war Gregor Gysi.

Nach der Pause mit Autogrammstunde ging es in der zweiten Runde etwas lockerer zu. Da plauderte der linke Vordenker mehr aus seinem Leben als Anwalt, Autor, Moderator und Familienvater und ließ damit auch seine Eltern und Verwandten zu Wort kommen. Und da waren sie wieder, die bekannten kurzen und trockenen Gysi-Bemerkungen über das, was sonst im Leben wichtig ist.

Radikalisierung meiden

„Natürlich ärgert mich das auch, wenn ich auf der Straße nicht weiter komme, weil die ‚Letzte Generation‘ eine Klebeaktion gestartet hat und buchstäblich festklebt. Aber ich meine, man muss mit diesen jungen Menschen reden. Scholz will das nicht. Ich halte es für falsch“, sagte Gysi. Dabei ließ er durchblicken, dass er auch die Verteidigung eines Mitgliedes übernommen habe.

Außerdem grub er tief in der Geschichte der Republik. „Wenn nicht gesprochen und zugehört wird, dann gibt es solche Auswüchse der Radikalisierung wie die RAF. Das könnte auch bei einigen aus der ‚Letzten Generation‘ das letzte Mittel sein.“ In diesem Zusammenhang: Auch die letzte Autobiographie Gysis ist quasi ein Geschichtsbuch.

Für ein Tempolimit

Zur Tempo-Begrenzung auf Autobahnen ist Gysi der Meinung, dass der Verkehrsminister nicht die Wahrheit sage. Natürlich bringe eine Begrenzung auch weniger Umweltbelastung. „Ob 120 oder 140. Man soll das doch machen. Aber im Hintergrund steht die Auto-Lobby, die schnelle Wagen verkaufen will. Mein Vorschlag: Für die Schnellfahr-Spinner machen wir einfach den Nürburgring einmal die Woche auf. Der bleibt an einem solchen Tag geöffnet, bis der erste Unfall passiert …“

Den zum Teil weit angereisten Zuschauerinnen und Zuschauern gefiel der Abend in Rhade mit dem Polit-Promi, der nach zwei Stunden wieder entschwand.

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