Großenkneten - Lisa Oltmann las in der NWZ von der Impfhilfe des TSV Großenkneten. „Das ist so prima und hilfreich. Da greife ich sofort zu“, erzählte sie am Mittwochvormittag auf dem Parkplatz vor dem Impfzentrum des Landkreises Oldenburg am Wildeshauser Westring. „Ich bin auch nicht enttäuscht worden“, zeigt sich die 93-jährige Seniorin aus Bissel sehr zufrieden. TSV-Sportwart Bernd Oltmann begleitet sie aus dem Kleinbus bis zum Eingang des Impfzentrums, in dem die Spritzen für den Schutz gegen Corona gesetzt werden. Lisa Oltmann ist die erste Kneterin, die der TSV innerhalb seiner Impfhilfe nach Wildeshausen gebracht hat. Kurze Zeit später folgte der TSV-Vorsitzende Dirk Wintermann bereits mit einem Paar aus Sage.
Impfhilfe des TSV Großenkneten: Bernd Oltmann, TSV-Sportwart,
Gemeinde Großenkneten:
Das Angebot des Turn- und Sportvereins, sich um die Vereinbarung des Impftermins zu kümmern und auf Wunsch auch die Fahrt zum Impfzentrum zu organisieren, wird gut angenommen, berichtet Bernd Oltmann, übrigens nicht verwandt oder verschwägert mit seinem ersten Fahrgast.
42 Bürgern geholfen
Für 42 Bürgerinnen und Bürger hat der TSV inzwischen einen Termin oder einen Platz auf der Warteliste bei der Hotline abmachen können. „Die ersten zehn Tage war es sehr schwer durchzukommen“, weiß er. Bis zu 140 Wahlversuche habe er gemacht. Es sei nur mit vielem Drücken der Wahlwiederholungstasten gegangen. Es funktioniere wesentlich besser, seit er vom Festnetz auf das Handy gewechselt sei, beobachtete Oltmann. „Alle sind sehr dankbar gewesen“, berichtete er von der Freude der älteren Menschen. In mehreren Fällen habe es gar Spenden für den Verein gegeben. „Es waren supernette Gespräch“, so der TSV-Sportwart.
Die 42 Personen kommen querbeet aus der gesamten Gemeinde. Interessant: Kaum einer ist Mitglied im TSV. 16 Personen haben sich davon auch für den Fahrservice gemeldet, jeweils für den ersten und zweiten Termin. Dafür stehen dem TSV genügend Fahrzeuge zur Verfügung.
960 in der Altersgruppe
Insgesamt sind in der Gemeinde Großenkneten 960 Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren wegen der Impfung angeschrieben worden. Diese Zahl hat Frauke Asche, Leiterin des Ordnungs- und Sozialamtes, parat.
In einem Brief machte die Gemeinde den älteren Menschen ein Angebot zur Hilfe bei der Terminvereinbarung, dem Ablauf der Impfung, der Organisation des Transports oder allgemeinen Fragen. Die Mitarbeiter der Gemeindejugendpflege haben diesen Part übernommen. Sie sind gefragt. „Schon mehr als 200 Anrufe“, berichtete Carina Kriegel (Gemeindejugendpflegerin).
Bei 90 Bürgern ging es um die Impftermine. „Wir haben alle auf die Warteliste bekommen“, erzählte Kriegel vom erfolgreichen Anklingeln der Impf-Hotline. „Das klappt inzwischen gut“, so ihr Eindruck. Dagegen sei der Start schwierig gewesen, hat auch sie endlose Versuche erlebt, endlich bei der Hotline durchzukommen.
