Großenkneten - Der Großenkneter Detmar Dirks hat die „Goldene Ehrennadel“ des Heimatbundes für niederdeutsche Kultur „De Spieker“ verliehen bekommen. Die Vorstandsmitglieder Rita Kropp und Karin Linden überreichten ihm die Nadel samt „Urkunn“ am Dienstag an seinem achtzigsten Geburtstag – für ihn eine Überraschung. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet“, sagt Dirks. „Die Goldene Ehrennadel ist etwas ganz Besonderes.“
Zahlreiche Verdienste
Dirks ist die dritte Person mit dieser Auszeichnung. „Wenn einer sie verdient hat, dann du“, sagt Kropp. „Hätten wir all deine Verdienste auf die Urkunde setzen wollen, so hätten wir mindestens eine dreiteilige aufklappbare Urkunde benötigt.“
In der Tat, es kommt einiges zusammen, wenn man Dirks ehrenamtlichen Einsatz für die plattdeutsche Sprache betrachtet. Das beginnt mit seinem Engagement im Heimatbund. Dort leitete er von 1979 bis 2005 den „Mesterkring“, den Arbeitskreis für Lehrer. Während dieser Zeit plante er mindestens zwei Tagungen im Jahr sowie mehrtägige Fortbildungen in Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Landschaft. Daneben gründete er 1979 die Arbeitsgruppe „Unterrichtshilfen“.
Aus dieser Arbeitsgruppe entstand 1982 der 1. und 1984 der 2. Band von „Snacken Verstahn“. 1986 bildete sich die Gruppe „Snacken und Verstahn bei der NWZ“. Daneben hat Dirks an dem plattdeutschen Kalender mitgewirkt und in den Jahren 2006 bis 2012 jährlich das Spiekerblatt, ein Mitteilungsblatt für alle Mitglieder, herausgegeben.
„De Spaaßmaker“
Außerdem hat der Großenkneter mehrere Aufsätze und das Buch „Theater för junge Lü“ veröffentlicht. 1980 gründete er die Großenkneter Theatergruppe „De Spaaßmaker“. 32 Jahre führte er hier Regie und hat in dieser Zeit drei Theaterstücke geschrieben: „pottundeckel.de“, „Trecker, Skat un Mannslüüd“ und „Rudolpho Roffo in us Dörp“.
Von 1995 bis 2005 hat Dirks alle zwei Jahre den plattdeutschen Lesewettbewerb auf Kreisebene organisiert. 2010 bis 2013 war er Plattdeutschbeauftragter für den Landkreis Oldenburg.
Und wird Dirks sich weiterhin ehrenamtlich engagieren? „So lange ich kann“, sagt der 80-Jährige. „Das Problem ist, rechtzeitig aufzuhören.“
