Großenkneten - Klimaneutralität werde er in seinem Kaufhaus Carl Hellbusch in Großenkneten zwar nicht erreichen können, aber doch möglichst nah rankommen: Einen Schritt nähergekommen ist Hinrich Hellbusch, Inhaber des Traditionsunternehmens, diesem Ziel jetzt.
Nach 26 Jahren erhält die Lebensmittelabteilung einen neuen Tresen für Aufschnitt. Die seien eigentlich nicht von so langer Lebensdauer, halten etwa zehn bis 15 Jahre, sagt Hellbusch, da sie von innen heraus anfangen zu rosten. Doch durch gute Pflege konnte ihm immer wieder neues Leben eingehaucht werden.
Der neue Tresen soll nun energieeffizient sein: Eine Kühlmaschine kühlt die einzelnen Bereiche der Theke auf bestimmte Temperaturen und leitet nur dort die Energie hin, wo sie benötigt wird. „Wir erhoffen uns dadurch eine Energieersparnis“, sagt Hinrich Hellbusch. Da dafür neue Versorgungsleitungen verlegt werden müssen, sei der Einbau sehr aufwendig. Der Verkauf wurde für die Zeit an geliehene Theken im Lager verlegt. Die Energieersparnis soll durch neue Solarplatten auf dem Dach unterstützt werden.
Während viele Einzelhändler mit Problemen und Folgen der Pandemie zu kämpfen haben, hat das Kaufhaus es geschafft, ohne die Corona-Hilfen über die Runden zu kommen.
Dabei gab es auch schon schwierige Zeiten, sagt Hinrich Hellbusch, der das Geschäft seit 30 Jahren führt. Damit es aber immer weitergeht, setzt er auf Veränderung: „Man muss viel verändern, wenn alles so bleiben soll, wie es immer war.“ Wichtigster Punkt sei aber, dass die Kunden „den Wert ihrer hiesigen Geschäftswelt zu schätzen wissen. Wir sind völlig abhängig von der Kundschaft.“
