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Großenkneter erinnert sich Vor 73 Jahren gab es den Führerschein für 20 D-Mark

Michael Diederich
Heinrich Lueken aus Großenkneten machte vor mehr als 73 Jahren seinen ersten Führerschein.

Heinrich Lueken aus Großenkneten machte vor mehr als 73 Jahren seinen ersten Führerschein.

Michael Diederich

Großenkneten - Vor mehr als 73 Jahren machte der Großenkneter Heinrich Lueken seinen Führerschein Klasse 4. Der heute 89-Jährige erinnert sich noch gut daran: „Ich musste 20 D-Mark zahlen und konnte den Führerschein an meinem 16. Geburtstag beim Dorfpolizisten abholen.“ Bei der Abholung seien ihm dann noch ein paar Fragen zu Verkehrsschildern gestellt worden, die Lueken einfach beantworten konnte. Anders als heutzutage sei damals viel weniger Verkehr auf den Straßen gewesen: „Es hatten nur wenige ein Auto, vielleicht der Arzt und die Polizei.“

Unterwegs mit Arzt

Vieles über das Autofahren erlernte der Großenkneter mit 16 und 17 Jahren, als er häufiger mit einem befreundeten Arzt unterwegs war. Besonders kurios: Der Doktor habe das Auto, einen DKW (ehemalige Automarke) mit Vorderantrieb, vom Beifahrersitz aus bedienen können, weil er so lange Beine hatte. „Da waren natürlich einige Passanten erschrocken, weil sie einen Wagen ohne Fahrer hinter dem Lenkrad sahen.“ 1950 machte Lueken die Führerscheinklassen 2 (Lkw) und 3 (Pkw) kurz nacheinander. „Mein Vater kaufte sich ein Auto und da ich 18 war, machte ich einen Führerschein“, so Lueken. Auch an die erste Fahrstunde erinnert sich der Großenkneter noch genau. Nachdem er gekonnt den Sitz eingestellt und den Gang eingelegt hatte, fragte ihn der Fahrlehrer: „Sind Sie schon mal Auto gefahren?“ Sehr routiniert habe er auf den Fahrlehrer gewirkt. Also brauchte Lueken nur vier Fahrstunden bis zur Prüfung. Danach stand der Lkw-Führerschein an. Dazu lieh er sich einen Opel-Blitz-Omnibus von einem Unternehmer. Bereits nach einer Fahrstunde stand die Prüfungsfahrt an, die Lueken ebenfalls bestand. Die Führerscheinklasse 1 folgte im Jahr 1961.

Neuer Führerschein

Im Dezember 2001 ließ er sich einen Führerschein in Scheckkartenformat ausstellen. Zwar besitzt er nicht mehr den alten „grauen Lappen“, jedoch hat er noch eine Kopie von dem Dokument.

Von Beruf war er zuerst Landwirt und später kaufmännischer Angestellter, wo er jährlich fast 50 000 Kilometer mit dem Auto fuhr. Zu seinen weitesten Touren zählen Urlaubsfahrten in die Alpen. Heutzutage ist Heinrich Lueken immer noch im Besitz seines Führerscheins. Im Sommer möchte er noch einmal eine Tour mit dem Auto unternehmen. Im Vorfeld ist ein Besuch in der Fahrschule geplant, um auf dem neuesten Stand zu sein.

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