Großenkneten - Ein in der Gemeinde lebendes Artisten-Paar vorweisen kann nicht jede Kommune. Die Gemeinde Großenkneten ist da besser aufgestellt. Die Trapezkünstler Lisa Rinne und Andreas Bartl leben und wohnen hier. Spätestens seit dem Corona-Sommer 2020 sind die Akrobaten bestens in der Gemeinde bekannt. Als „Circus Unartiq“ begeisterten sie auf einem Trapez in 8,50 Meter Höhe mit Show, Artistik und vielen optischen Überraschungen. Die Corona-Pause nutzte das Paar auch diesmal kreativ.. Es entstand das Unterhaltungsprogramm „Spielart – Kulturfest op de Geest“, eine Gemeinschaftsaktion der Künstler, unterstützt von Gemeinden und Landkreis sowie vielen weiteren Förderern. Neben der Akrobatik kommen dabei auch Kabarett und Musik nicht zu kurz.
Premiere gelungen
Für Großenknetens Bürgervereins-Vorsitzenden Rainer Kues war es eine besondere Ehre, die Premiere der Kulturfest-Reihe, die am Sonnabend 220 Besucher in den Bürgerpark lockte, zu eröffnen.
Kaum waren die Zuschauer begrüßt, da machte sich das norddeutsche Klappmaul „Werner Momsen“ auf der Bühne breit. Zusammen mit Kabarettist und Tausendsassa Henning Kothe strapazierte „Momsen“, die Zwerchfelle des Publikums. Einzige Sorge der Puppe war es, wie man die sitzenden Zuschauer möglichst schnell außer Rand und Band bringen könne. Die zwei Welten musikalischen Erlebens prallten im Duell vom Tenor und Kabarettist aufeinander. Sehr zum Gefallen des Publikums, das nicht mit Beifall sparte.
Sehenswerte Akrobatik
Ein weiterer Höhepunkt waren dann Lisa Rinne und Andreas Bartl. Auf einem Trapez in 8,50 Meter Höhe trotzten sie der Schwerelosigkeit, jonglierten, sausten im Wechsel in die schwindelerregende Höhe und lieferten dabei ein besonderes Spiel ab, in dem Andreas immer wieder versuchte, seiner Linda einen Blumenstrauß im Burgturm zu überreichen. Eine sehenswerte Shownummer.
Zwischen den Pausen und zur Einstimmung stelzten „Die Waldwesen“ vom Stelzen- und Maskentheater durch die Zuschauerreihen.
Ob die große Fee oder der auf dem Boden kriechende Gnom – Kostümierung und Bewegung waren perfekt. Und einige der jüngsten Besucher schauderte es manchmal sogar ein wenig, wenn die langen Arme fast hautnah über den Kopf strichen.
Die Kultur ist zurück, und der Sommer ist da. Nach den langen kulturellen Entbehrungen der dritten Corona-Welle war es eine willkommene Abwechslung und absolut des Wiederholens wert.
Am Sonntag gab es das Programm in ähnlicher Form auch in Wardenburg, in der alten Ziegelei in Westerholt, zu sehen.. Weitere Termine sind in Sandkrug und Wildeshausen geplant.
