Wildeshausen/Großenkneten/Hude - Die Grünen im Landkreis Oldenburg schicken gleich zwei Frauen in den Landtags-Wahlkampf: Nach der Ganderkeseerin Dr. Anika Hoffmann im Wahlkreis 64 (Oldenburg-Land) wurde jetzt mit Begüm Langefeld aus Hude auch im Wahlkreis 66 (Cloppenburg-Nord) eine weibliche Kandidatin für die Landtagswahl am 9. Oktober nominiert. Zum Wahlkreis gehören neben dem nördlichen Landkreis Cloppenburg die Stadt Wildeshausen und die Gemeinde Großenkneten im Landkreis Oldenburg.
Begüm Langefeld (52) ist angestellte Berufsschullehrerin in Oldenburg, hat ein Kind und lebt in Hude. Sie gehört dem Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen an und ist seit September 2021 Kreistagsabgeordnete im Landkreis Oldenburg. Sie vertritt die Fraktion in den Ausschüssen Wirtschaft und Finanzen, Integration und Gleichstellung sowie im Jugendhilfeausschuss. Zudem ist sie in verschiedenen Landesarbeitsgemeinschaften der niedersächsischen Grünen aktiv.
Die Entscheidung für Langefeld fiel bei der Aufstellungsversammlung der Grünen einstimmig. Der Vareler Hans-Joachim Janßen, der 2013 und 2017 für die Grünen im Wahlkreis 66 kandidiert hatte, trat nicht erneut an.
„Wir Grüne wollen mit starken Kandidatinnen und Kandidaten die Groko ablösen und in Niedersachsen wieder Verantwortung übernehmen“, sagte die Sprecherin des Kreisvorstands, Sarah Czychowski (Hude). Begüm Langefeld sei engagiert, durchsetzungsstark und sehr gut vernetzt. „Mit ihr haben die beiden Landkreise Oldenburg und Cloppenburg eine kompetente Stimme im Landtag“, so Czychowski.
Die Kandidatin selbst kritisierte die Sparpolitik von SPD und CDU in Hannover: „An Schulen herrscht ein akuter Lehrermangel; die Klassen sind zu groß; die Digitalisierung steckt noch in Kinderschuhen und es gibt weder gute noch günstige ÖPNV-Verbindungen.“ Sie wolle sich im Landtag dafür einsetzen, „dass sich das ändert“, kündigte Langefeld an. Ein weiteres Herzensthema von ihr sei der akute Fachkräftemangel: „Neben Weiterbildung und Qualifizierung müssen wir auch die Potenziale der neu zugewanderten Menschen nutzen und sie möglichst schnell in den Arbeitsmarkt integrieren“, fordert die Huderin.
