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Mobilitätstag an der Grundschule Bookholzberg Wie Kinder sich sicher im Verkehr bewegen

Beim Mobilitätstag an der Grundschule Bookholzberg lernten die Kinder unter anderem entlang eines Parcours, sich sicher mit dem Fahrrad zu bewegen.

Beim Mobilitätstag an der Grundschule Bookholzberg lernten die Kinder unter anderem entlang eines Parcours, sich sicher mit dem Fahrrad zu bewegen.

Thilo Schröder

Bookholzberg - Sicher mit Bus, Rad oder zu Fuß im Straßenverkehr unterwegs sein: Darum ging es jetzt beim Mobilitätstag an der Grundschule Bookholzberg. Mit einem Hindernisparcours und Vorführaktionen vermittelten Vertreter von Polizei, Verkehrsverbund und Bundeswehr den Kindern elementare Verkehrsregeln. „Beim Mobilitätstag sollen die Kinder sensibilisiert werden, sich mehr zu bewegen, und sie sollen selbstständiger werden“, erklärte Konrektorin Heimke Lübken.

Ein Ziel des Aktionstages war es, den „Schulexpress“ bekannter zu machen. Dabei können sich Kinder auf dem Schulweg an elf Haltestellen im Schulumfeld treffen – gekennzeichnet durch dunkelblaue Schilder – und das letzte Stück gemeinsam gehen. So sollen indirekt auch die Eltern dazu gebracht werden, aufs Elterntaxi zu verzichten, damit vor der Schule weniger Verkehr herrscht. Zu den Haltepunkten wurde eine Ortsrallye angeboten.

Koordination gefragt

Ihre koordinativen Fähigkeiten auf dem Fahrrad mussten die dritten und vierten Klassen in einem Parcours auf dem Schulhof unter Beweis stellen. Unter der Aufsicht von Torsten Blume, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, galt es etwa, über ein schmales Brett zu fahren, einen abgesteckten kurvigen Weg zu meistern oder einen engen Kreis zu fahren. Für die ersten und zweiten Klassen gab es parallel in der Turnhalle einen Rollerparcours. Die Aktion sei „eine unterstützende Maßnahme“, betonte Blume, vorrangig sei die Verkehrserziehung Aufgabe der Eltern.

Welche Kräfte auf sie wirken, wenn ein Schulbus anhält, erfuhren die Kinder bei einem Bremstest, den ein Fahrer der VBN-Busschule mit ihnen durchführte. „Das war gerade nicht schneller, als wenn eure Eltern beim Einkaufen in die Parklücke fahren“, sagte er nach einem Durchlauf. „Normalerweise fahren Busse aber viel schneller, und der Busfahrer sagt euch nicht Bescheid, dass er bremst.“ Darum sei es wichtig, sich vernünftig hinzusetzen. Vor dem Aussteigen gelte es dann, auf den umliegenden Verkehr zu achten.

Dämmerlicht simuliert

Welche Vorkehrungen nötig sind, um auch bei Dämmerung und im Dunkeln im Straßenverkehr gesehen zu werden, erfuhren die Kinder bei Ann-Kathrin Wiedenfeld vom Team der Verkehrsprävention der Polizei Wildeshausen. Sie simulierte dazu verschiedene Lichtverhältnisse mit einer beleuchtbaren Blackbox, in der Playmobil-Figuren eine Verkehrssituation nachstellten. „Im Dämmerungsmodus sieht man den schwarzen Hund in der Box zum Beispiel überhaupt nicht“, sagte Wiedenfeld. Auf diese Weise verstünden die Kinder eher, wie wichtig Warnwesten, Reflektoren oder ein verkehrssicheres Fahrrad seien.

Wie sie vor einem Lkw sicher die Straße überqueren, demonstrierte den Kindern ein Team der Bundeswehr aus Delmenhorst. Dabei zeigten sie Gefahren auf, die sich ergeben können, wenn man etwa im toten Winkel steht oder dicht vor dem Kühlergrill vorbeigeht – außerhalb des Sichtfelds des Fahrers. Wichtig sei es, Abstand zum Fahrzeug zu halten und Blickkontakt mit dem Fahrer zu suchen.

Mit dem Mobilitätstag endete zugleich eine schulinterne Aktionswoche unter dem Motto „Zur Schule – möglichst zu Fuß“. Die Kinder führten in dieser Zeit Tagebuch darüber, wie sie zur Schule kommen. In den Klassen fand parallel ein Wettbewerb statt, der die lauffreudigsten Klassen auszeichnen soll.

Thilo Schröder
Thilo Schröder Thementeam Polizei/Justiz
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