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Ärgernis in Ganderkesee Banner mit Friedensbotschaft vor Grundschule geklaut

Hier hing die Friedensbotschaft  der Grundschule Dürerstraße: Schulleiterin Insa Nessen vor dem Bauzaun, an dem das Banner bis zu den Osterferien befestigt war.

Hier hing die Friedensbotschaft der Grundschule Dürerstraße: Schulleiterin Insa Nessen vor dem Bauzaun, an dem das Banner bis zu den Osterferien befestigt war.

Christin Hufer

Ganderkesee - Entsetzen, Unverständnis und Fassungslosigkeit: Diese drei Emotionen haben bei Lehrkräften, Eltern und Schülern direkt nach den Osterferien in der Grundschule Dürerstraße dominiert. Der Grund dafür ist ein geklautes Banner, das eigentlich nur eine grundlegende Botschaft vermitteln sollte: den Wunsch nach Frieden.

Das Peace-Zeichen der Ganderkeseer Grundschüler, das auf das Banner gedruckt war. Grundschule Dürerstraße

Das Peace-Zeichen der Ganderkeseer Grundschüler, das auf das Banner gedruckt war. Grundschule Dürerstraße

Anfang März – nur wenige Tage nach Kriegsbeginn in der Ukraine – hatten sich Schülerinnen und Schüler der Grundschule im Stadion am Habbrügger Weg zusammengestellt und ein großes Peace-Zeichen gebildet. Die Aktion fotografierten die Lehrkräfte mit einer Drohe und veröffentlichten das Bild, das seitdem täglich in Dauerschleife auf einem Monitor am Schuleingang läuft.

Klare Botschaft

„Wir wollten an die Aktion erinnern und noch einmal untermauern, dass wir als Schule für den Frieden stehen“, sagt Schulleiterin Insa Nessen. Deshalb ließ sie das Drohnen-Foto – zusätzlich mit dem Schul-Logo versehen – auf ein großes Banner drucken. Wenige Tage vor den Osterferien wurde es dann an einem Bauzaun vor der Turnhalle der Grundschule aufgehängt. Doch schon kurz nach Ferienbeginn sei es nicht mehr an seinem Platz gewesen. „In den Ferien hatten wir uns nicht viel dabei gedacht und dachten, dass ein Kollege es vielleicht abgehängt haben könnte“, sagt Nessen.

Kontroverse vermieden

Nach den Ferien habe sich aber herausgestellt, dass es gestohlen worden war, da keine der Lehrkräfte etwas mit dem Verschwinden zu tun hatte, erklärt die Schulleiterin. „Das hat uns wirklich traurig gemacht, weil wir ja nur ein bloßes Peace-Zeichen gedruckt haben“, sagt sie. Auf Botschaften, die eine Kontroverse im Ukraine-Konflikt hätten auslösen können, habe die Schule bewusst verzichtet, erklärt Nessen. Umso größer sei aber somit das Unverständnis über das geklaute Banner.

Dass sie den Vorfall nicht einfach ignorieren wollte, war Nessen direkt klar. Gezielt ist sie deshalb mit einer Sozialpädagogin in die Klassen gegangen, um mit den Schülerinnen und Schülern über das Ärgernis zu sprechen. „Die Kinder waren wirklich traurig“, sagt sie. Auch in Elternbriefen hat die Schulleiterin über den Vorfall informiert und ihn bei der Polizei angezeigt. Nessen: „Da läuft jetzt eine Anzeige gegen Unbekannt.“

Spende zugesichert

Ob sich das Kollegium dazu entscheiden wird, das Bild erneut auf ein Banner drucken zu lassen und wieder aufzuhängen, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Die Chancen dafür stehen jedoch gut: „Ein Elternpaar hat schon jetzt zugesagt, dass es uns ein neues spenden würde“, sagt die Schulleiterin. Auch die Gemeindeverwaltung hat gegenüber Nessen betont, dass sie es sehr begrüßen würde, wenn schon bald wieder ein riesiges Peace-Zeichen vor der Turnhalle hängt.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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