Grüppenbühren - Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher haben sich am Pfingstmontag im „Immengarten“ von Elke Grape und Helmut Strodthoff in Grüppenbühren umgeschaut. „Wir haben viele schöne Gespräche geführt“, sagte die Gartenbesitzerin. Stoff für den Austausch unter Gartenfreunden gab es reichlich auf dem idyllischen Grundstück nahe der Bundesstraße 212. Außerdem konnten die Besucher selbst geschleuderten Honig und Pflanzen kaufen.
Rückzugsort für Tiere
Besonders der „Geheime Garten“ weckte die Neugier der Gäste: Ein torbogenartiger Durchgang in einer Buchenhecke führt auf einen langen Streifen, der von einer bewachsenen Lärmschutzwand begrenzt wird. Ein Weg schlängelt sich zwischen Beeten hindurch, auch ein Gartenhäuschen und einen Sitzplatz gibt es dort. „Das ist der ruhigste Platz auf dem Grundstück“, sagte Elke Grape. Die Besitzer mussten dafür kämpfen, dass sie den Streifen nutzen durften. Ursprünglich sollte die fünf Meter hohe Wand dichter am Haus stehen. Inzwischen ist in der Nähe von Bundesstraße, Autobahn und Gewerbegebiet ein Rückzugsort für Tiere entstanden: Der „Geheime Garten“ biete vielen Insekten und Vögeln Schutz und Nahrung.
Auch rund ums Haus gibt es Beete und Rasenflächen. Vor rund 20 Jahren hat Elke Grape mit der Gestaltung ihres Gartens begonnen. Sie mag Stauden, die jedes Jahr wiederkommen. „Es ist schön, wenn immer was blüht.“ Außerdem hat sie viele Pflanzen mit rotem Laub – für Abwechslung in der Zeit, wenn keine Blüten da sind. Die 60-jährige Gartenliebhaberin findet wichtig, dass ihr Grundstück insektenfreundlich ist: Außer Rosen, Taglilien und anderen Blumen gibt es in den Beeten auch Insektenhotels. Außerdem hat sie seit einem Imkerkurs vor einigen Jahren selbst Bienenvölker. Hühner sind auf dem Grundstück ebenfalls zuhause.
Garten als Ausgleich
Der Garten ist für Elke Grape ein Ausgleich zu ihrer Arbeit in der Verwaltung eines Krankenhauses. Morgens führe der erste Gang dorthin: „Dann mache ich die Hühnerklappe auf und laufe mit dem Kaffeebecher einmal rum.“ Und auch nach der Arbeit geht es nach draußen. Ihr Mann Helmut Strodthoff unterstützt sie und ist unter anderem fürs Rasenmähen zuständig. Doch beiden ist wichtig, auch Zeit für andere Unternehmungen zu haben. Allen, die mit dem Gärtnern anfangen wollen, rät Elke Grape, es einfach zu probieren. „Man kann schauen, was bei den Nachbarn gut wächst und eventuell Ableger bekommen.“
Am Sonntag, 26. Juni, gibt es bei ihr noch einmal Tipps und Pflanzen. Anlässlich der Aktion „Offene Gartenparadiese“ der Gesellschaft der Staudenfreunde ist der Garten dann erneut von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Außerdem sind Gäste mittwochs ab 14 Uhr an der Straße Zur Hesterei 27 willkommen. Auch Workshops zum Thema Bienen bietet Elke Grape an, zudem ist sie auf Staudenmärkten anzutreffen. „Ich habe gerne Kontakt zu Menschen“, begründete sie ihre Aktivitäten.
