GUT ALTONA - GUT ALTONA/KOS - Starke Worte fielen bei der Jahreshauptversammlung der Mittelstandsvereinigung (MIT) Wildeshausen am Freitagabend auf Gut Altona, an der als Ehrengäste neben der CDU-Bundestagsabgeordneten Vera Dominke und dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley auch eine CSU-Delegation aus dem fränkischen Ansbach mit dem Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Klaus-Dieter Breitschwert an der Spitze teilnahmen. Das beste Konjunkturprogramm für den Mittelstand, so MIT-Pressesprecher Manfred Wulf, der damit eine frühere Aussage Bleys zitierte, wäre es, wenn Bundeskanzler Schröder „mit seinen Stümpern“ endlich zurücktreten würde. Für 2006, so Wulf am Ende seiner Bilanz, wünsche er sich zwei Dinge: dass Deutschland Fußballweltmeister werde und Christian Wulff neuer Bundeskanzler.

Mit den 20 neuen Mitgliedern habe man vergangenes Jahr ein Plus von zehn Prozent verzeichnet. Die Lehrstellenbörse sei mit 42 vermittelten Ausbildungsplätzen weiter eine „tolle Geschichte“. In den vergangenen fünf Jahren habe man mehr als 250 Lehrstellen anbieten können. Weiter berichtete Wulf von mehreren Informationsveranstaltungen, Seminaren, Ausflügen, Reisen und den Aktivitäten der Frauengruppe. Insgesamt 3000 Euro spendete die MIT an den Büger- und Geschichtsverein, den Präventionsrat, das Mehrgenerationenhaus und die Opfer der Seebeben-Flut.

Unternehmen, die am meisten von der „saumäßigen Wirtschaftspolitik“ betroffen seien, mit einer „Strafabgabe“ (Ausbildungsplatzabgabe) zu belegen, bezeichnete Wulf als „den größten Schwachsinn“. Für die Entwicklung der Wildeshauser Innenstadt benötige man eine konzertierte Aktion. Auch müsse die Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft neu geordnet werden. Weiter beklagte Wulf die mangelnde finanzielle Unterstützung des Landkreises für das Krankenhaus Johanneum und die geplante Schließung der Wittekindkaserne, letztere ein weiteres Beispiel, dass offenbar SPD-Politiker ihr gegebenes Wort nicht einhielten. Die MIT werde sich auch in Zukunft politisch einmischen. Die mehr als 200 Mitgliedsunternehmen hätten alleine durch ihr Gewerbesteueraufkommen und durch die ohne Zahl der von ihnen geschaffenen Arbeitsplätze ein Recht, über die Verteilung dieser Steuern mitzubestimmen.

Im weiteren Verlauf der Versammlung ehrte Vorsitzender Rolf Hüffermann Michael Witten, Behrend Roden, Bernhard Kreyenborg, Herbert Wappler, Franz Bahlmann und Peter Gust für zehnjährige Mitgliedschaft.