Ahlhorn - Knapp 800 Päckchen einer nahrhaften Erdnusspaste, rund 2700 Schulhefte oder mehr als 180 000 Tabletten zur Trinkwasseraufbereitung: All das könnte man mit einer Spende der „Footprint-AG“ des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) in Ahlhorn finanzieren. Über Angebote, die sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (UN) orientieren, möchte die AG erreichen, dass die Schule die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ verliehen bekommt. 1088,55 Euro sammelten die Neunt- und Zehntklässler bei einem „nachhaltigen, fairen Weihnachtsmarkt“ und einem Weihnachtskonzert im Dezember. Jetzt haben sie einen symbolischen Scheck an Horst Dethlefs von der „Unicef“-Arbeitsgruppe Oldenburg übergeben.
Die Kinderhilfsorganisation der UN setzt sich weltweit für die Jüngsten ein, besonders für benachteiligte Kinder. Zentrale Anliegen seien Zugang zu Trinkwasserversorgung, Lebensmitteln, Hygiene, Medizin und Bildung, erläuterte Dethlefs den Jugendlichen am Dienstag. Unicef gehe außerdem gegen Kinderarbeit und Benachteiligung – etwa von Mädchen im Bildungssystem – vor und setze die UN-Kinderrechtskonvention durch, Letzteres auch in Deutschland.
Einen konkreten Bereich hatte das DBG bei Einreichen seiner Spende nicht genannt: „Wir hatten angegeben, dass das Geld dort hin soll, wo es am nötigsten ist“, sagte Footprint-AG-Leiterin Jasmin Kandt. Dethlefs räumte ein, dass für den Betrieb von Unicef im Schnitt etwa 20 Prozent der Spenden einbehalten werden. Über die Vergabe der weltweit gesammelten Spenden entscheide die Zentrale in New York. Hauptsächlich würde in langfristige Programme investiert, aber auch akute Krisen – wie der Krieg in der Ukraine – riefen Unicef auf den Plan.
Die AG-Teilnehmenden ermutigte Dethlefs zu einem ehrenamtlichen Unicef-Engagement in der Region; aufräumen müsse er jedoch mit der Vorstellung, für die Hilfsorganisation in Krisenregionen zu reisen.
