Ganderkesee - Nach mehreren Verzögerungen gibt es einen neuen Fertigstellungstermin für die Arbeiten im Ganderkeseer Hallenbad: Wenn alles nach Plan läuft, soll die Sanierung voraussichtlich im August abgeschlossen sein. Aufgrund der Verzögerungen durch Schadstofffunde sei die Fertigstellung aktuell für Ende August geplant, teilte Gemeinde-Sprecher Hauke Gruhn auf Nachfrage mit. „Soweit sich keine weiteren Verzögerungen ergeben sollten.“
Schadstoffe entsorgt
Eigentlich sollte das 50 Jahre alte Hallenbad bereits Anfang April in neuem Glanz erstrahlen. Funde von asbesthaltigen Schadstoffen im alten Beckenkopf hatten die Arbeiten schon früher verzögert. Im Februar erfolgte dann ein Baustopp, weil erneut belastetes Material unter Kacheln gefunden wurde. Inzwischen sind die problematischen Baustoffe aus früheren Zeiten entfernt: „Alle gefundenen Schadstoffe, die vor der Fortführung der Arbeiten entfernt werden mussten (unter anderem Asbest), wurden fachgerecht ausgebaut und entsorgt“, so Hauke Gruhn.
Zurzeit werden nach Angaben des Gemeinde-Sprechers Arbeiten zum Korrosionsschutz am Beton des Schwimmerbeckens ausgeführt. Für Anfang Mai seien Fliesen-Arbeiten im Umkleidebereich geplant. Nach der Fertigstellung sollen dort die Umkleidekabinen montiert werden.
Neuer Beckenkopf
Auch ein neuer Beckenkopf aus Edelstahl soll in Kürze eingebaut werden: „Das beauftragte Metallbauunternehmen hat den Montagebeginn für Anfang Mai bestätigt.“ In Abhängigkeit davon würden die nachfolgenden Arbeiten ausgeführt. Dazu gehört laut Gruhn unter anderem das Verlegen von Fliesen, die Badewassertechnik und Sanitär-Arbeiten.
Über die Kosten, die die jüngsten Schadstoff-Funde verursacht haben, machte der Gemeinde-Sprecher noch keine Angaben. Konkrete Zahlen werde es erst im Zuge der Beratungen zum Nachtragshaushalt geben, teilte er mit. Die Kostenschätzung für die Hallenbad-Sanierung musste schon einmal nach oben korrigiert werden. Vor dem Baustopp im Februar waren 2,4 Millionen Euro für die Baumaßnahme veranschlagt worden. Wegen der nicht eingeplanten Arbeiten sei mit den Mitteln nicht auszukommen, hatte der Erste Gemeinderat Matthias Meyer bereits im Februar in der Sitzung des Bäderausschusses gesagt.
