Bookholzberg/Hoykenkamp - Zu klaren Heimerfolgen kamen die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und TS Hoykenkamp am Wochenende. Die HSG bleibt damit ungeschlagen an der Tabellenspitze der Landesliga und nimmt eine makellose Bilanz von 24:0 Punkten mit in die Weihnachtspause. Hoykenkamp (16:8) lauert auf Rang vier.
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - Wilhelmshavener SSV 26:20 (13:9). Im letzten Spiel des Jahres herrschte eine tolle Atmosphäre am Ammerweg in Bookholzberg. 300 Fans sorgten für prächtige Stimmung, dazu Einlaufkinder mit den Teams im Scheinwerferlicht – es erinnerte ein wenig an die Bundesliga-Zeit der A-Jugend. Dass aus jener Erfolgstruppe zahlreiche Spieler im aktuellen Kader des Landesligisten stehen, passte ins Bild.
Auf dem Feld übernahmen die Gastgeber von Beginn an das Kommando, auch wenn Gäste-Goalgetter Justin Herrmann (10 Tore) zunächst stark dagegen hielt. Auf der anderen Seite sorgten wiederum Kian Krause auf halblinks und Sönke Harfst über Außen dafür, dass die HSG nicht in Rückstand geriet. Mitte der ersten Hälfte erzielte Jona Schultz per Rückraum-Hammer bereits die 9:4-Führung. Da die Wilhelmshavener Abwehr danach das Kombinationsspiel der Landkreisler häufig unterband, konnte der Vorsprung bis zur Pause nicht ausgebaut werden. Auch nach dem Seitenwechsel benötigte die HSG eine kurze Zeit, um wieder ins Spiel zu finden. So kamen die Gäste durch je zwei Treffer von Müller und Herrmann noch einmal auf 13:16 heran. Die HSG fing sich aber schnell wieder, und nach einem Treffer von Maurice Steffen zum 19:14 waren die Verhältnisse geklärt. In der Folge kontrollierte das Team von Trainer Stefan Buß das Spiel. „Unsere starke Deckung hat der gegnerischen Offensive im Verlauf des Spiels den Zahn gezogen“, lobte der HSG-Coach. „Wir haben bis zum Schluss um jeden Ball gekämpft und am Ende auch verdient gewonnen.
TS Hoykenkamp - HSG Stuhr 41:22 (18:11). Obwohl den Hoykenkampern neben dem erkrankten Rückraum-Shooter Sebastian Rabe weitere Spieler fehlten, feierten sie am Ende einen Kantersieg. Dies war auch ein Verdienst von Loris Meyer, Maximilian Wessels und Florian Holzenkämpfer, die die entstandenen Lücken sehr gut ausfüllten. Deswegen zollte TSH-Spielertrainer Andre Haake seinen Youngstern hinterher auch ein Sonderlob: „Die drei jungen Spieler zeigten sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine gute Leistung. Besonders Loris Meyer hatte in der Offensive als Mittelmann gute Aktionen und setzte auch seine Nebenleute geschickt ein.“
Zu Beginn spielten die Gäste noch befreit und munter mit, scheiterten jedoch mit den besten Chancen – darunter drei Strafwürfe – immer wieder an den starken TSH-Torhütern Jan Schäfer und Jan-Luca Linde. Doch auch in der Offensive der Hausherren lief es zunächst nicht richtig rund. So schmolz Hoykenkamps vielversprechende 6:2-Führung bis Mitte der ersten Hälfte dahin (9:8). Dann steigerten die Hausherren aber das Tempo und nutzten ihre Möglichkeiten besser. Auch die Hereinnahme von Tim Streckhardt (7 Tore) und Colin Hörner (8) auf den Außenpositionen zeigte Wirkung, während sich Hannes Ahrens (9) auf der Halbposition richtig austobte. Selbst in einer doppelten Unterzahl waren die Gastgeber erfolgreich und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause bereits auf sieben Treffer aus.
In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte kämpften die Gäste zunächst noch mit (26:18), doch dann gab es für Hoykenkamp kein Halten mehr. Bis zur 47. Minute zogen sie auf 33:20 davon und ließen auch in der Schlussphase nicht mehr nach. „Das Team hat die personellen Probleme gut weggesteckt. Das Ergebnis spiegelt unsere deutliche Überlegenheit wider“, resümierte Haake zufrieden.
