Harpstedt - Der Weihnachtsmarkt in Harpstedt fällt auch in diesem Jahr wieder aus. Das teilten Annelen Voß und Steffen Akkermann vom Organisationskomitee am Freitagvormittag mit. „Es gab eine lange Diskussion und wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Akkermann auf Nachfrage. Die Entscheidung sei bei einer Tagung am Donnerstagabend gefallen. Nach sorgfältiger Prüfung der behördlichen Verordnung für Herbst- und Weihnachtsmärkte und nach Rücksprache mit langjährigen Standbesitzern habe das Organisationsteam beschlossen, den Weihnachtsmarkt abzusagen, heißt es in einem offiziellen Statement. Ursprünglich sollte der Weihnachtsmarkt in Harpstedt am zweiten Advent stattfinden.
„Zu hohes Risiko“
„Wir hätten am Eingang Kontrollen durchführen und einen Bauzaun um den Markt aufstellen müssen“, erzählt er. Wahrscheinlich hätte man dafür externes Sicherheitspersonal anheuern müssen. „Die Kosten dafür sind zu hoch“, sagt Akkermann, der den Weihnachtsmarkt gemeinsam mit Annelen Voß seit mehr als 30 Jahren organisiert – in der Freizeit. „Wir sind Privatleute. Wenn wir einen Fehler machen, weil wir nicht an alles denken, sind wir persönlich dafür verantwortlich“, betont er.
Nicht zuletzt die Entwicklung der Pandemie habe zu der Entscheidung geführt. Die Zahlen gingen wieder hoch, sagt Annelen Voß: „Der Unsicherheitsfaktor ist einfach zu groß.“ Gespräche seien auch immer wieder mit den Standbetreibern geführt worden. „Manche waren dafür, andere gegen den Weihnachtsmarkt – viele äußerten Bedenken“, sagt Akkermann. Und Annelen Voß fügt hinzu: „Der Weihnachtsmarkt ist ein Höhepunkt für Harpstedt und ein gemütliches Beisammensein. Diesen Flair hätte man so nicht vermitteln können.“
Ausblick auf 2022
Nicht abschließend geklärt war außerdem die Frage nach den Eintritts-Regeln – 2G oder 3G. Auch das hätte am Eingang sorgfältig kontrolliert werden müssen, so Akkermann. „Letztlich waren es einfach zu viele Unwägbarkeiten und uns war das Risiko zu hoch“, fasst er zusammen.
„Wir bedauern die Absage sehr“, sagen Annelen Voß und Steffen Akkermann. Dennoch lassen die beiden Organisatoren den Kopf nicht hängen: „Wir freuen uns auf den Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr“, teilen die beiden mit: „Dann geht es hoffentlich weiter.“
