Harpstedt - Es duftet nach Kerzenwachs, auf zwei Tischen befinden sich allerlei Bastelmaterialien, überall stehen Kerzen, Windlichter und Gestecke. Acht Mädchen und ein Junge haben sich am Dienstagvormittag bei der Herbstferienspaß-Aktion „Wir basteln Windlichter und andere coole Sachen“ der Jugendpflege Harpstedt in der Delmeschule kreativ ausgetobt. „Die Kinder haben weiße Tassen mit Porzellanstiften bemalt“, sagt Annelen Voß von der Jugendpflege. An diesem Vormittag leitet sie die Gruppe gemeinsam mit Schülerin Lena und Praktikantin Marielen.
Kreative Ideen
Mittlerweile stehen die Tassen zum Trocknen im Ofen. Die Kinder malen kleine Tontöpfe mit bunten Stiften an. Annelen Voß verschließt das untere Loch, sodass die Töpfe mit zuvor geschmolzenen Wachsresten und je einem Docht befüllt werden können. Schon sind die ersten Kerzen fertig. Eine weitere Variante: Alte Weckgläser werden herbstlich, etwa mit Kastanien, gestaltet und mit durchsichtigem Gelwachs und einem Docht aufgefüllt. Fertig. Dann ergeben Marmeladengläser, Sand und bunt verziertes Pergamentpapier einzigartige Windlichter. Schließlich kreieren die Kinder aus Hortensien, Efeu und Deko-Artikeln Gestecke.
„Basteln ist eine große Leidenschaft von mir“, sagt Janne, elf Jahre. „Zu Hause haben wir einen großen Bastelschrank.“ Die Windlichter mit Vogelmotiven haben ihr besonders gefallen. „Ich habe selbst zwei Vögel“, sagt sie stolz. Auch ihre Schwester Lina, acht Jahre, ist dabei. „Kerzen und Gläser zu basteln macht Spaß – alles ist toll“, sagt sie und lacht durch ihre Maske. Aron nickt zustimmend. „Ich mache gern mit – es ist mal etwas anderes“, sagt der Elfjährige. Ihm gefallen die Weckgläser.
„Die Jugendpflege bekommt viel Material geschenkt“, sagt Annelen Voß. Ständig entwickele sie damit Ideen weiter und passe sie an die Jahreszeiten an. Am Ende des Vormittags dürfen die Kinder ihre selbstgemachten Teile mit nach Hause nehmen. „Sie sind sehr kreativ und arbeiten fokussiert“, lobt sie.
Hinfallen üben
Fokussiert geht es auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu: Im Steinhof der Oberschule nehmen zehn Mädchen und Jungen an dem Kurs „Inlineskaten für Anfänger und Fortgeschrittene“ teil, den die Jugendpflege mit der Skateschule organisiert.
Nachdem alle Kinder mit passenden Skates, Schonern und Helmen ausgestattet sind, geht es los. Zunächst wird das Hinfallen geübt. „Das geht in drei Schritten“, erklärt ein Trainer: „Erst Knie, dann Hände und zum Schluss die Ellbogen.“ Es folgen Übungen für das Gleichgewicht: Slalom, Limbo, im Fahren Hütchen einsammeln und kleine Sprünge. Auch Spiele wie Brückentippen stehen an.
„Inliner fahren macht Spaß“, sagt Joko Michael. „Mir gefällt das Brückentippen am meisten“, sagt der Achtjährige, der schon länger Inliner fährt. Auch Mayra, neun Jahre, ist begeistert. Was hat ihr am meisten gefallen? „Das Slalomfahren“, sagt sie.
„Masken sind Normalität“
„Bis auf einen waren alle Kurse ausgebucht“, sagt Markus Pieper von der Jugendpflege zu den 19 Herbstspaßaktionen. Etwa 130 Kinder hätten sich angemeldet. Dabei seien die Kurse aufgrund der Pandemie kleiner angelegt. „Für die Kinder sind Masken und das Hände-Desinfizieren bereits Normalität und immer weniger belastend“, sagt er. Nur die langen Fahrten würden – bis auf den Ausflug nach Thüle – wegen der Maskenpflicht im Bus ausfallen.
