Harpstedt - Bernd Oetken, Geschäftsführer der Inkoop Verbrauchermärkte GmbH, ist sich sicher: Nicht nur auf den Flecken, sondern auf die Samtgemeinde Harpstedt kommt ein echtes „Highlight“ zu. Am Mittwoch ist der offizielle Spatenstich für den Bau eines neuen Inkoop- sowie eines neuen Aldi-Marktes an der Wildeshauser Straße erfolgt. „Wir haben die Hoffnung, dass wir in einem Jahr beide Märkte feierlich eröffnen können“, sagte er.
Gebäude in Holzbauweise
Statt eines Spatens brachte der Inkoop-Vertreter – passend zum Thema Nahversorgung – eine Kiste Äpfel mit. Anwesend waren Longinus Flenker (Aldi), Flecken-Bürgermeister Stefan Wachholder, Gemeindedirektor Ingo Fichter, Bauamtsleiter Jens Hüfner, Helmut Kosten (Senior-Geschäftsführer von Inkoop) mit Tochter Petra Kosten (Inkoop-Geschäftsführerin), Architekt Hanko Hoyer sowie Christoph von Minden vom Generalunternehmen Uwe Thormählen Dachdeckungs GmbH.
Auf einer Fläche von 1,7 Hektar werden die beiden Geschäfte entstehen. Zwei Häuser waren abgerissen worden, jetzt laufen die Vorbereitungen, um in Kürze mit den Fundamentarbeiten zu beginnen, erklärte Oetken. Der Bauherr Helmut Kosten GmbH, der im Namen von Inkoop die Einleitung des Bauleitverfahrens beantragt hatte, investiert nach eigenen Angaben einen siebenstelligen Betrag – und setzt dabei auf Nachhaltigkeit. Beide Märkte werden nahezu vollständig mit Holz gebaut, hinzu kommen Photovoltaikanlagen. Die neue Verkaufsfläche vom Aldi wird 1050 Quadratmeter (am jetzigen Standort sind es 710) betragen, die von Inkoop 1800 Quadratmeter (jetzt: 1100).
Zusammen mit der Mall, einer Einkaufspassage, misst Inkoop dann eine Fläche von 2200 Quadratmetern. Für Café, gastronomische Angebote, Tabakwarengeschäft und Ähnlichem soll die Passage genutzt werden. Draußen werden sich Fahrradständer befinden, 160 Parkplätze, zwei Ultra-Schnellladestationen für Elektroautos sowie zwei Ein- und Ausfahrten.
Bis zum Schluss geöffnet
Dass die beiden Geschäfte miteinander konkurrieren, glaubt Oetken nicht. Im Gegenteil: „Wir ergänzen uns.“ Das sieht auch Flenker so: Einkauf und Verköstigung würden für Kunden eine gute Kombination darstellen. Hinzu komme: „Die Lebensmittelgewohnheiten ändern sich: Die Kühlkapazität heute ist deutlich höher als noch vor zehn Jahren“, ergänzte Oetken. Das konnte Flenker bestätigen. Im jetzigen Aldi-Markt in Harpstedt würden mittlerweile Drei-Etagen-Regale genutzt, „wir wollen jedoch zwei Etagen-Regale – aber die Möglichkeit bietet sich dort nicht“.
Sowohl Aldi als auch Inkoop, die sich zurzeit noch am Junkernkamp in Harpstedt befinden, werden bis kurz vor Umzug geöffnet bleiben, versprachen Oetken und Flenker.
