Harpstedt - Verschenken wird in Harpstedt wieder großgeschrieben: Nachdem der Verschenkemarkt aufgrund der „Freiraum“-Schließung Ende 2020 einige Zeit pausieren musste, gibt es jetzt einen neuen Raum – und dort können ab sofort Dinge hingebracht und mitgenommen werden. „Uns geht es darum, dass nicht so viel weggeschmissen wird. Wir wollen damit einen Beitrag für Umweltschutz und Nachhaltigkeit leisten“, erklärt Irmtraud Keppler die Idee dahinter.
Raum in der Mühle
Der Verschenkemarkt musste nach der Schließung des „Freiraums“ Ende 2020 umziehen. Eine neue Räumlichkeit fanden die Engagierten bei der Mühle in Harpstedt. Inhaber Helmut Nienaber stellt dem Team dort einen Raum zur Verfügung.
Geöffnet ist der Verschenkemarkt parallel zur Mühle, Nienaber will um 8 Uhr aufschließen und um 18 Uhr abschließen. Aufgrund der Corona-Pandemie sollte der Raum nur einzeln und mit Maske betreten werden. Entsprechende Hinweisschilder sind angebracht.
Das Ordnungsamt habe nun grünes Licht für eine Öffnung unter Corona-Bestimmungen gegeben, erklärten die Organisatoren, die die Regale schon gefüllt haben. Den Raum hat Helmut Nienaber in der Mühle zur Verfügung gestellt. „Wir sind sehr dankbar dafür“, sagt Gaby Otto. Sie gehört genau wie Keppler, Helga Rüthing und Thomas Schenk zum „Verschenke-Team“. Neu mit dabei sind auch Katja Schenkel (Verein für ganzheitliches Lernen in Prinzhöfte) und Petra Hakemann, Wohnbereichsleiterin in der Diakonie Himmelsthür an der Mullstraße. „Wir wollen unsere Bewohner mit einbinden“, verrät sie. Sie sollen im kleinen Laden ab und an nach dem Rechten sehen, auch mal fegen oder Dinge zurechtrücken.
Um diese Aufgaben kümmert sich auch das Team selbst. „Wir werden einen Dienstplan machen, damit regelmäßig jemand nach dem Rechten schaut“, erklärt Keppler. Den Laden schließt Nienaber morgens auf und abends wieder zu.
Benötigt wird derzeit noch eine große Pinnwand. „Wenn jemand etwas Größeres zuhause stehen hat, was er oder sie gerne verschenken möchte, kann daran eine Notiz angeheftet werden – wie an ein schwarzes Brett“, sagt Keppler. Wer eine solche Pinnwand abgeben möchte, kann sie in den Laden bringen. Darüber hinaus seien Kindersachen, Spielzeug und Bekleidung, immer gefragt, genau wie Haushaltswaren. Die Erfahrungen konnte das Team zuletzt im „Freiraum“ sammeln.
Name fehlt noch
Und noch eine wichtige Sache fehlt: ein Schild für den Laden. „Wir haben noch keinen Namen“, sagt Gaby Otto. Doch eine Idee zur Lösung des Problems gebe es bereits. „Wir rufen die Bevölkerung dazu auf, Namensvorschläge zu schicken“, so Keppler, die Vorschläge per E-Mail annimmt (i.keppler@gmx.de). Dem Gewinner des kleinen Wettbewerbs winkt ein Gutschein für die Mühle.
