Harpstedt - In knapp sechs Monaten steht in Niedersachsen die Kommunalwahl an. Am 12. September wird auch in der Samtgemeinde Harpstedt gewählt. Die Vorbereitungen dafür laufen bei den Parteien bereits auf Hochtouren – auch wenn die Corona-Pandemie die kommunalpolitische Arbeit natürlich erschwert.
Wer sich vorstellen könnte, bei der Kommunalwahl im September für die Harpstedter FDP zu kandidieren, kann sich beim Vorsitzenden Steffen Akkermann informieren. Zu erreichen ist er unter
Zeit sollte ein potenzieller Kandidat für den Rat unbedingt mitbringen, rät Akkermann. Außerdem noch „Lust und Liebe, sich für seine Gemeinde einzusetzen“, so der FDP-Vorsitzende. Wer etwas verändern und verbessern wolle, dem gelinge dies am ehesten über eine Kandidatur bei der Kommunalwahl.
Was derzeit machbar ist und was die Parteien planen, hat die NWZ in einer Serie zusammengestellt. Die Antworten der Parteien werden in den nächsten Wochen in loser Reihenfolge veröffentlicht. Den Auftakt macht die FDP.
„Konstruktiv mitgewirkt“
Die vergangenen viereinhalb Jahre waren die Liberalen im Samtgemeinderat und im Harpstedter Fleckenrat nicht vertreten. „In den anderen Gemeinden haben FDP-Mitglieder konstruktiv mitgewirkt“, berichtet Ortsverbandsvorsitzender Steffen Akkermann.
Und auch für den Wahlkampf hat die FDP bereits einige Aspekte auf die Agenda genommen. So spielt das Thema „Altwerden in der Samtgemeinde“ eine große Rolle. Es sollen Gespräche geführt werden mit dem Seniorenbeirat und den Seniorenheimleitungen in Harpstedt, Beckeln und Kirchseelte. Auch mit Vertretern der Harpstedter Energie Agentur wolle man sich austauschen. Einen „persönlichen Personenverkehr in den Gemeinden der Samtgemeinde könnten sich die Liberalen ebenso vorstellen. Dies könne eine Alternative zum Bürgerbus darstellen.
Derzeit liege allerdings das Hauptaugenmerk darauf, Kandidaten für die Gemeinderäte, den Samtgemeinderat und den Kreistag zu gewinnen. „Wir sind dabei“, so Akkermann. Da aber keine Zusammenkünfte möglich sind, sei die Findung von Kandidatinnen und Kandidaten nicht gerade einfacher geworden. Auch einen Bürgermeisterkandidaten würde die FDP gern stellen – wie schon bei der Wahl 2014 mit Ulrich Kammermeier-Gaber. Aktuell läuft noch die Arbeit am Wahlprogramm für einen Flyer.
Pläne für nächste Jahre
Was die FDP in den kommenden fünf Jahren in Harpstedt gerne ändern möchte, steht derweil schon fest. „Ausbau kommunikativer Vernetzungen und Breitbandausbau“, zählt Akkermann auf. Auch die Schließung der Radweglücken nach Twistringen sowie die Radwegplanung nach Bassum soll vorangetrieben werden. Wichtig sei auch der Erhalt der Naturdenkmäler wie die Henstedter Heide. Auch für eine ausgewogene Wohnbebauung mit Wohnungen und Einzelhäusern, bezahlbaren Wohnraum und Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität möchte sich die FDP stark machen.
