Harpstedt - Seit gut zwei Wochen gelten im DRK-Seniorenzentrum Harpstedt für Besucher die 3G-Regeln. Was bedeutet das für den Alltag? „Eine verbindliche Aussage“, sagt Heimleiterin Hellen Müller.

„Bis vor Kurzem waren die Vorschriften an die Inzidenz geknüpft.“ Damals sei das Haus, weil der Wert im Landkreis unter 10 lag, ohne Test und für alle offen gewesen. „Jetzt ist es zwar wieder komplizierter, aber wir müssen nicht mehr täglich schauen, wo die Inzidenz liegt, und haben Planungssicherheit.“

Im Vorraum des Seniorenzentrums hängen viele Hinweise: Gisela Haake und Mike Bruns freuen sich über ein wenig mehr Normalität.

CORONA-SITUATION IM DRK-SENIORENZENTRUM HARPSTEDT Wie neue Regeln wieder Routine ermöglicht

Ellen Dückers
Harpstedt

Mittlerweile ist zusätzliches Personal für das Testen und die Einlass-Kontrollen eingestellt worden. „Die Situation hat sich entspannt“, sagt sie. „Auf reduziertem Niveau sind wir wieder im Normalzustand.“ Sogar ein Sommerfest – nur für Bewohner – habe stattgefunden.

Trotzdem blicke sie mit Sorge auf die Entwicklung der Inzidenzen, die deutlich höher als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr seien. Zudem sei nicht sicher, wie lange der Impfschutz noch halte, und wann die Drittimpfung komme. „Die Frage ist: Was für Mutationen kommen?“, sagte sie. Wenn die Impfung vor diesen nicht schütze, gebe es kaum eine andere Möglichkeit, als Einrichtungen wie das Seniorenzentrum zu schließen.