Harpstedt - Wann und unter welchen Auflagen das beliebte Harpstedter Rosenfreibad in diesem Jahr öffnen kann, steht noch in den Sternen. Sicher ist aber: Die Sprungtürme sind bis auf Weiteres gesperrt. „Aufgrund der vielen Querstreben am Geländer sind die Türme nicht mehr zulässig“, erläuterte Bauingenieur Bernd Siemer in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses am Montagabend. Badegäste könnten an den Querstreben hochklettern und sich in Gefahr begeben. Außerdem sei am Geländer auch eine starke Durchrostung festzustellen.
Termin vor Ort
Einen Eindruck über die Zustände im Bad machten sich die Ausschussmitglieder kurz vor der Sitzung – stand doch wenig später die Erweiterung eines Planungsauftrages auf der Tagesordnung, der umfangreiche Sanierungsmaßnahmen vorsieht.
Ohnehin schon auf der „Mängel-Liste“: der Technikkeller des Schwimmerbeckens aus dem Jahr 1969. Für die Planung einer Erneuerung war bereits eine Firma beauftragt worden. Um Chancen auf eine Förderung des Bundes zu erhalten, musste das Konzept im Herbst 2020 kurzfristig aufgestockt werden, damit eine gewisse Mindestsumme erreicht wurde. Da die Samtgemeinde Harpstedt bei der Förderung nun nicht berücksichtigt wurde, galt es nun erneut darüber zu beraten, in welchem Umfang die Sanierung des Freibads geplant werden sollte.
„Für Erhalt des Bades“
„Seitens der SPD ist klar, dass wir uns für die Erhaltung des Bades einsetzen. Wir sollten mit der Erweiterung der Planung eine Perspektive vorgeben, der neue Rat ab November kann dann noch entscheiden, was wirklich umgesetzt wird“, meinte Klaus Budzin. Neben dem Technikkeller und der Erneuerung des Sprungturmes stehen Gebäude für die Badeaufsicht, eine Remise zum Lagern der Geräte sowie eine elektronische Eingangskontrolle mit auf der Maßnahmen-Liste.
„Ich habe nach der Absage auf das Förderprogramm mit unserer CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen gesprochen. Sie hat mir zugesichert, dass es erneut ein solches Programm geben soll. Dafür sollten wir die fertige Planung in der Schublade haben“, forderte Stefan Wachholder (CDU) und ergänzte: „Ich bezweifle nämlich, dass wir die nötigen 1,5 Millionen Euro komplett aus eigener Tasche bezahlen können.“
Für etwas finanzielle Entlastung schlug Götz Rohde (Grüne) vor, das neue Kassensystem und die Remise in der Umsetzung hinten an zu stellen. Auch Rolf Ranke (HBL) betonte, dass man mögliche Zuschüsse auf jeden Fall abwarten sollte. Um auf eine erneute Ausschreibung von Fördergeldern dennoch vorbereitet zu sein, sprach sich der Ausschuss einstimmig für die Erweiterung der Planung aus.
