Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Für Harpstedt und umzu Schlaganfall-Selbsthilfegruppe sucht neue Mitglieder

Hoffen auf neuen Zulauf für die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe „Gemeinsam stark“ in Harpstedt: (von links) Irma Hamann (Selbsthilfekontaktstelle Landkreis Oldenburg), Bärbel Jungmann (Selbsthilfegruppe) und Gruppengründerin Hannelore Niemann.

Hoffen auf neuen Zulauf für die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe „Gemeinsam stark“ in Harpstedt: (von links) Irma Hamann (Selbsthilfekontaktstelle Landkreis Oldenburg), Bärbel Jungmann (Selbsthilfegruppe) und Gruppengründerin Hannelore Niemann.

Jana Budde

Harpstedt/Wildeshausen - Neuen Zulauf erhoffen sich die Verantwortlichen der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe „Gemeinsam stark“ in Harpstedt. Die Gruppe, die Hannelore Niemann 2019 sowohl für Betroffene als auch für Angehörige gegründet hat, hatte in der Spitze mehr als 20 Teilnehmende. Durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen seien es weniger geworden, nun seien es noch etwa zehn Mitglieder.

Betroffene und Angehörige

Eine Entwicklung, die sich bei vielen Selbsthilfegruppen zeige, sagt Irma Hamann von der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Oldenburg, die seit vergangenem Jahr bei der Wildeshauser Freiwilligenagentur „Misch mit“ angegliedert ist. Die Wildeshauser Schlaganfall-Selbsthilfegruppe habe sich beispielsweise im vergangenen Jahr aufgelöst. Somit gebe es landkreisweit nur noch die Gruppen in Harpstedt und in Ganderkesee.

Diese sind aber offen für Personen aus dem gesamten Landkreis Oldenburg, Niemann erhofft sich vor allem aus Wildeshausen neue Mitglieder. Sogar aus Oyten käme jemand zu den Treffen, die ab sofort wieder regelmäßig am zweiten Donnerstag des Monats in der Begegnungsstätte in Harpstedt, Amtsfreiheit/Ecke Tielingskamp ausgerichtet werden sollen. Betroffene und Angehörige treffen sich gemeinsam, trennen sich aber gelegentlich auch räumlich, um sich einzeln auszutauschen.

Weil ihr die Organisation allein schwer fällt, zumal sie durch ihren 2017 erlittenen Schlaganfall vor allem kognitive Einschränkungen hat, hat Niemann eine neue „rechte Hand“: Bärbel Jungmann aus Dünsen unterstützt sie. Ihr Mann, der einen Schlaganfall erlitten hat, und sie seien seit etwa anderthalb Jahren Teil der Gruppe, sagt Jungmann.

Familiäres Gefühl

Das Schöne an der Gruppe und auch an Seminaren mit anderen Gruppenleitern, an denen sie regelmäßig teilnehme, sei das familiäre Gefühl, sagt Niemann: „Man fühlt sich gleich angenommen und verstanden, muss sich nicht erklären.“ Anders als im alltäglichen Umfeld könne man sofort „seine Maske ablegen“ und sich öffnen. „Wir haben alle das gleiche Problem, da kann man sich ganz anders unterhalten“, findet auch Jungmann.

Zu den Treffen kommen auch mal Ärzte und Psychologen und halten Vorträge, sagt Niemann. Auch Lachyoga oder ein Ausflug in die Twistringer Salzgrotte mache die Gruppe – „alles, was unserer Gesundheit dient“. Möglich sei das dank finanzieller Unterstützung, die Selbsthilfegruppen beantragen können. Dennoch geht es während der Treffen nicht nur um die Krankheit. Es werden gemeinsam Spiele gespielt, die Teilnehmenden trinken Kaffee und unterhalten sich.

Dass Selbsthilfe weite Kreise ziehe, weiß Hamann: Manchmal werde das Umfeld eines Betroffenen müde, sich immer wieder über dasselbe Thema zu unterhalten. Wenn diese sich in einer Gruppe mit Gleichgesinnten austauschen, könne das somit auch Angehörige und Freunde entlasten.

Wer Interesse hat, sich der Gruppe anzuschließen, kann sich bei Hannelore Niemann unter Tel. 04244/919799 oder 0174/6656942 sowie bei Irma Hamann unter Tel. 04431/7097585 oder per E-Mail an selbsthilfekontaktstelle@mischmit.org melden.

Jana Budde
Jana Budde Redaktion Wildeshausen
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Dortmunds Karim Adeyemi (Mitte l) in Aktion. Der BVB setzt sich ein zweites Mal gegen Paris Saint-Germain durch und steht damit im Finale der Champions League.

SIEG GEGEN PARIS SAINT-GERMAIN Dortmund steht im Finale der Champions League

Heinz Büse Jan Mies
Paris
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg