Harpstedt - Der DRK-Kindergarten an der Straße Zur Wendstädt in Harpstedt ist nicht mehr wegzudenken – und hat nun Grund zum Feiern: Im August 1945, also vor 75 Jahren, wurde die Einrichtung gegründet – vom DRK-Kreisverband Syke. Dieser war in Sorge um die vielen Flüchtlingskinder, die in Harpstedt lebten. So schrieb der Kreisverband damals an die Gemeinde.
Viele Alleinerziehende
Nach dem Ende des Krieges wurden viele Flüchtlingskinder nur von ihren Müttern und eventuell Großmüttern versorgt. Es gab mindestens genau so viele Alleinerziehende wie heute, viele Frauen mussten arbeiten – in der Landwirtschaft, in der Fabrik, als Haushaltshilfe oder im Einzelhandel. In Absprache mit der Gemeindeverwaltung wurde daher im August 1945 der DRK-Kindergarten gegründet, in dem zu Beginn zwischen 30 und 70 Kinder betreut wurden.
Vier Wechsel der Räumlichkeiten folgten in den ersten 30 Jahren des Bestehens (siehe Zeitstrahl), insgesamt fünf Leiterinnen hatte die Einrichtung bisher. Seit 1998 leitet Mai-Britt Tatzel den Kindergarten, der vor vier Jahren einen neuen Namen bekam. Im August 2010 kam eine Krippe zum DRK-Kindergarten dazu, also sollte ein „kindgerechterer“ Name her. Die Mitarbeiterinnen fanden diesen 2016: „Waldburg“.
Sechs Waldburg-Gruppen
Aktuell besuchen 116 Kinder aufgeteilt in sechs Gruppen die Kindertagesstätte. „Wir haben eine Krippengruppe, eine Erziehungshilfe-Gruppe, eine Integrationsgruppe und drei Regelgruppen“, berichtet Kita-Leiterin Tatzel.
Insgesamt gibt es in der Samtgemeinde Harpstedt fast 400 Betreuungsplätze – 319 Kindergarten- und 72 Krippenplätze in 20 Gruppen.
