• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Schädlinge bringen Kastanien zu Fall

07.09.2019

Hasbruch Was der Großherzog von Oldenburg vor 133 Jahren wachsen ließ, haben Baumschädlinge binnen weniger Jahre zum großen Teil zerstört: Die Kastanienallee im Hasbruch ist nach Angaben von Revierförster Jens Meier in ihrem Bestand gefährdet. Etwa drei Viertel der Rosskastanien beiderseits des 400 Meter langen Weges seien abgestorben und würden in der nächsten Woche gefällt, teilten die Niedersächsischen Landesforsten am Freitag mit.

Schuld sind die Miniermotte und das Bakterium Pseudomonas – beide greifen nicht nur im Hasbruch die Kastanien an. Auch an öffentlichen Straßen und in privaten Gärten fielen schon zahlreiche Bäume den Schädlingen zum Opfer. Im Hasbruch seien in den vergangenen Jahren immer wieder einzelne Bäume gefällt worden, sagte Landesforsten-Sprecher Rainer Städing, jetzt müssten gleich 15 bis 20 Kastanien auf einmal beseitigt werden. Wirtschaftlich zu nutzen seien sie nicht.

„Durch die nun große Zahl toter Kastanien entlang des Weges steigt die Gefahr abbrechender Äste für die Besucher des Hasbruch“, erklärt Revierförster Meier. Deshalb seien die Fällungen unumgänglich. Die Kastanienallee wird zwischen dem Urwald und dem Waldparkplatz an der A 28 in der kommenden Woche und vermutlich auch in der Woche darauf gesperrt. Das Forstamt bittet Waldbesucher um Verständnis.

Für die Zukunft soll die Allee auf jeden Fall erhalten werden: Geplant ist laut Jens Meier, auf der einen Hälfte des Weges resistente Rosskastanien nachzupflanzen – „sofern diese verfügbar sind.“ Die andere Hälfte solle mit Esskastanien bepflanzt werden, die nicht mit der Rosskastanie verwandt ist und weder vom Bakterium noch von der Miniermotte befallen werden kann.

Die Kastanienallee ist im Hasbruch landschaftsprägend. Nach den Unterlagen des Forstamtes wurde sie 1886 auf Veranlassung des Großherzogs Nikolaus-Peter von Oldenburg gepflanzt, um Wild zur Jagd anzulocken. Das zerstörerische Bakterium Pseudomonas syringae stammt wahrscheinlich aus Indien und trat zu Beginn der 2000er Jahre zunächst in Holland und in England auf. Ab 2007 zeigten sich größere Schäden auch in Deutschland.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2741
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.