Hasbruch - „Mama, wonach klingt das?“ Fast ein bisschen verzweifelt wandte sich der Steppke fragend zu seiner Mutter um – es war aber auch wirklich schwierig, beim Wald-Xylofon herauszuhören, auf welche Baumart da gerade mit einem Eisenstab eingeschlagen wurde. Aber die Helfer von den Hasbruchfreunden sorgten mit kleinen Hinweisen dafür, dass am Ende auch an dieser Station jedes Kind seinen Stempel auf die Karte bekam. „Da fallen im Herbst stachelige Kugeln mit großen braunen Früchten herab“ – ah ja: „Kastanie“, ruft der Junge strahlend.
Dicht umlagert waren am Sonntag beim Hasbruchtag die Mitmachstationen, an denen Groß und Klein den Wald hören und fühlen, riechen und schmecken konnten. Das Konzept, diese Stationen nicht mehr entlang der Wege, sondern kompakt rund um die Jagdhütte aufzubauen, habe sich bewährt, sagte Mitorganisatorin Elisabeth Kühling von der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs. So konzentrierte sich das Geschehen auf die Mitte des Waldes, wohin es Hunderte Ausflügler zog – „viel mehr als im vergangenen Jahr“, stellte Kühling fest. Sie freute sich besonders, dass so viele Familien mit Kindern den Weg in den Hasbruch fanden.
Gut angenommen wurden die erstmals angebotenen Kräuter-Spaziergänge mit Manuela Kieler. Sehr anschaulich erklärte die Apothekerin aus Wardenburg ihren jeweils rund 30 Begleitern, wie das, was am Wegesrand und auf der Wiese wächst, bei Zipperlein und auch ernsthaften Beschwerden wirksam dem Körper helfen kann – etwa die kleinblütige Königskerze bei Atemwegserkrankungen oder das Johanniskraut zur Wundbehandlung.
Viele Vereine und Organisationen trugen mit ihren Informations- und Aktions-Angeboten zum Gelingen des Hasbruchtages bei, unter anderem der Naturschutzbund, die Kreisjägerschaft, der Pfadfinderstamm Parzival, das Technische Hilfswerk Hude-Bookholzberg, die Landesforsten oder die Freiwillige Feuerwehr Bergedorf. Hinzu kamen rund 45 Helfer von den Hasbruchfreunden.
