• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Artenvielfalt: 35 Hektar Blühstreifen in Großenkneten

30.07.2020

Haschenbrok Es summt und brummt auf dem sechs Meter breiten Blühstreifen zwischen zwei Maisfeldern im Revier Hengstlage bei Haschenbrok. Viele Wildbienen umschwirren die Blüten der blauen Phacelia. Landwirt Torsten Deye hat insgesamt 3,6 Hektar Blühstreifen im Revier angelegt. Das Saatgut hat er kostenlos über den Biotop-Fonds der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst bezogen.

Den Biotop-Fonds gibt es seit sechs Jahren. Ziel ist, die Insektenvielfalt und den Bestand von Niederwild wie Fasanen und Rebhühner zu fördern. Der Fonds wird zu einem großen Teil vom Landkreis Oldenburg finanziert, hinzu kommen Spenden und Mittel der Jägerschaft.

In diesem Jahr haben Landwirte mit den Saatgutspenden des Biotop-Fonds 300 Hektar Blühstreifen angelegt, davon 35 Hektar in Großenkneten. Die Kosten für das Saatgut beliefen sich insgesamt auf 20 000 Euro.

Die FDP Großenkneten hat dazu einen kleinen Beitrag geleistet und die 550 Euro Spenden der diesjährigen Tannenbaumsammelaktion an den Biotop-Fonds übergeben. „Wir sind für jeden Cent dankbar“, sagt Dr. Josef Kuhlmann, Vorsitzender des Biotop-Fonds und Mitglied der Landwirtschaftskammer beim Ortstermin am Dienstagnachmittag auf dem Hof von Torsten Deye.

Kuhlmann lobt die Kooperation mit den Landwirten, ohne die das Anlegen der Blühstreifen nicht umsetzbar sei. „Es ist ein gutes Beispiel, dass auf freiwilliger Basis eine ganze Menge möglich ist.“

Torsten Deye ist seit 20 Jahren Jäger und legt seitdem auch Blühstreifen an. Das Projekt des Biotop-Fonds komme ihm sehr entgegen, da durch die Saatgutspenden für ihn keine zusätzlichen Kosten entstehen. Im Revier Hengstlage hat er auch für andere Landwirte Blühstreifen angelegt. „Wenn die Landwirte sich nicht darum kümmern müssen, läuft es problemlos“, sagt er. Für die Aussaat der 3,6 Hektar habe er zwei Tage gebraucht.

Kuhlmann erklärt, dass in Niedersachsen die sogenannte Codierung von Blühflächen deutlich einfacher geworden ist. So müssten beispielsweise die Flächen nicht mehr zentimetergenau vermessen werden und es gebe keine Vorgaben zur Saatzeit.

Das Saatgut bezieht der Biotop-Fonds von Agravis und dem regionalen Produzenten Meiners Saaten in Dünsen. Die Landwirte können sich das Saatgut bei den Genossenschaften in Harpstedt, Bissel und Ganderkesee abholen.

Marlis Stein Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2469
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.