Hatten - Die Anfang 2020 gegründete Hatten Freizeit GmbH soll nun endlich auch vertraglich komplett geregelte Strukturen erhalten. Im Finanz- und Wirtschaftsausschuss sind am Mittwoch die Verträge für Gesellschaft, Geschäftsführer, Pächter und Betreiber Thema gewesen. Zuvor hatte bereits die Gesellschafterversammlung laut Verwaltung zweimal mit einem beratenden Steuerbüro getagt – im Februar und März dieses Jahres.
Dennoch gibt es auch im Sommer noch reichlich Klärungsbedarf, obwohl alle Fraktionen in der Gesellschafterversammlung vertreten sind: Für die CDU-Fraktion kündigte Bernhard Collin sechs Fragen zu den Verträgen an. Die Antworten sollen zum nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss am 29. Juni geliefert werden. Redaktionelle Änderungen meldete auch Gerrit Edelmann für die SPD an. Ziel bleibt es, dass der Rat auf seiner Sitzung am 21. Juli zustimmt, dass Hattens Bürgermeister die Verträge unterzeichnet – anderthalb Jahre nach der GmbH-Gründung.
Ein gewisses Spannungsfeld ist bei der grundsätzlichen Frage spürbar, inwieweit die Ratsgremien in Zukunft ihre Ideen für das Freizeitzentrum einbringen können. Die FDP setzt sich jedenfalls ganz klar für eine Modernisierung und den Ausbau des Wohnmobilstellplatzes hinter der Spielscheune ein. Es gelte besonders, den Ausbau der Versorgungseinrichtungen voranzutreiben und die Fläche besser zu befestigen.
SPD-Ratsherr Hajo Töllner verwies in der Diskussion mehrfach auf die Zuständigkeit der Gesellschafterversammlung. Es sei rechtlich problematisch, einer, wenn auch gemeindeeigenen GmbH, über den Ausschuss Vorgaben zu machen. Stephan Möller (FDP) dagegen sieht das Ganze als „Einzahlung in die strategische Perspektive für das Bad.“ Niels-Christian Heins (FDP) plädierte dafür, es wäre ein positives Signal an Bodo Henke, den Geschäftsführer des FZZ, wenn der Rat die notwendigen Finanzmittel für den Stellplatz in den nächsten Haushalt einplane. Henke selbst betonte, er finde den Vorschlag der FDP gut.
Zu den Ideen, die der Geschäftsführer dem Ausschuss präsentierte, gehörte der Neubau eines Spielehauses und der Umzug der FZZ-Verwaltung in den Eingangsbereich. Weitere Überlegungen sind der Aufbau sogenannter Fahrrad-Hotels – einfach gehaltener Blockhütten – sowie von Automaten, die Campern rund um die Uhr eine Entsorgung ihres Abwassers ermöglichen.
