Sandkrug - „Es wäre so schade, Eure tolle Arbeit in den Sand zu setzen“, sagt Hildburg Hinrichs. Die Sandkrugerin (61) engagiert sich bereits ehrenamtlich in der evangelischen Kirchengemeinde. Auf der Jahreshauptversammlung des Hatter Büfetts bietet sie dennoch ihre Mitarbeit an – damit der Trägerverein eine Zukunft hat. Über die NWZ hatte der langjährige Vorsitzende Wolfgang Asche in den zurückliegenden Monaten auf die Konsequenzen hingewiesen, falls sich keine Nachfolger für ihn und sein Team finden würde.
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Reinhard Fänger aus Sandhatten stellt sich wie seine Vorrednerin der Versammlung vor. Er sei pensionierter Beamter, „ich habe also Zeit“. In den zurückliegenden Wochen schnupperte er bereits beim Hatter Büfett rein. „Sympathische Menschen“ habe er kennengelernt, sagt er. Über die Zeitung ist auch Thomas Freese (58, Sandkrug) auf die Zukunftssorgen des Vereins aufmerksam geworden. Er würde sich gerne einbringen und etwas für die Gemeinde tun, erzählt er.
Am Ende der zügigen Jahreshauptversammlung, die das Hatter Büfett in dieser Woche im Haus der Ev. Freien Gemeinde an der Ludwig-Erhard-Straße abgehalten hat, steht damit ein völlig neuer Vorstand: 1. Vorsitzender ist Ludger Haare, der zwar an diesem Abend verhindert ist, aber seine Bereitschaft schriftlich erklärt hat. Ihm zur Seite stehen 2. Vorsitzender Reinhard Fänger, Kassenwartin Hildburg Hinrichs und Schriftführer Thomas Freese. Dem ehemaligen Vorstandsteam, aber auch den etwa 20 stimmberechtigten anwesenden Mitgliedern ist anzusehen, dass ihnen ein Stein vom Herzen fällt.
Kundenzahl konstant
Wegen Corona sanken die Öffnungszeiten des Büfetts um sechs Wochen. Die Zahl der Kunden blieb mit 50 konstant. Bevor Asche den Vorsitz g räumt, erinnert er noch mal an die entscheidenden Erfolgsfaktoren: aktive Mitglieder, die immer freitags die Lebensmittelausgabe organisieren, und die unterstützenden Betriebe – Bäcker Bruno, Kornkraft Hosüne, Edeka-Uphoff, Kartoffelhof Dannemann, Autohaus Heinemann und die Wildeshauser Tafel. Die Arbeit des Büfetts wird also weitergehen, und es wird gebraucht.
