Wildeshausen - „Sie sind geduldig, verständnisvoll, unermüdlich, initiativ, ermutigend…“ Mit diesen Attributen, denen er noch die wichtige Eigenschaft „verschwiegen“ hinzufügte, bedankte sich Bernard Werner am Montagnachmittag bei den Ausbildungspaten der Hauptschule Wildeshausen. Der ehemalige Konrektor Werner koordiniert seit 2020 die Arbeit der Ehrenamtlichen, die Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse bei der Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche unterstützen und fördern. Ach ja, gut zuhören können müssen die derzeit elf Patinnen und Paten auch noch.
„Misch mit“ macht mit
Am Montag hörten sie vor allem Lob und Dank: Nicht nur Bernard Werner würdigte ihren Einsatz, sondern ebenso Hauptschulrektor Dr. Andreas Everinghoff und Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski als Schirmherr des Projekts, das von der Hauptschule und der Freiwilligen-Agentur „Misch mit“ getragen wird. Gestartet war es vor 15 Jahren mit Unterstützung der Diakonie Berlin/Brandenburg im Rahmen des bundesweiten Projekts „Ausbildungsbrücke“. Als Koordinatoren engagierten sich zunächst der Lehrer Gerd Jacoby und Ralf Peter Mallonn. Als die Diakonie sich Ende 2019 zurückzog, sprang „Misch mit“ in die Bresche und Bernard Werner übernahm die Regie. Zudem entstanden ein neues Logo und zwei Broschüren unter ehrenamtlicher Mithilfe von Katharina Rausch. Benjamin Thimpus ist für die Kontakte zuständig.
Das Projekt „Ausbildungspaten“ unterstützt Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse in der Schule und beim Berufseinstieg. Die Paten stehen den Mädchen und Jungen mit Rat und Tat zur Seite.
Die Paten sind dabei keinesfalls auf sich alleine gestellt. Es finden regelmäßig Treffen statt, bei denen sich die Ehrenamtlichen austauschen und von den Erfahrungen anderer profitieren können.
Bei Interesse stellt die Freiwilligenagentur Kontakt zum Projektkoordinator Bernard Werner her. Zu finden ist die Agentur am Mühlendamm 1, Wildeshausen, T. 04431/7483475 oder info@mischmit.org.
Inhaltlich hat sich seit 2009 wenig verändert: Die Patinnen und Paten setzen ihre eigenen Erfahrungen und Kontakte aus einem meist langen Berufsleben ein, um die die Jugendlichen bei den entscheidenden schulischen Herausforderungen und dann weiter auf dem Weg in einen Beruf, der zu ihnen passt, zu begleiten. Wie erfolgreich diese Begleitung verlaufen kann, schilderte am Montag Nico, ein ehemaliger Schüler, der von der Patin Maike Grashorn-Schleinitz unterstützt wurde und mittlerweile seine Ausbildung bei der Firma Hermes Systeme in Wildeshausen mit der Note 2,0 bestanden hat.
Grashorn-Schleinitz ist seit zehn Jahren als Patin im Einsatz. Seit 2009 und damit von Anfang an dabei sind Ingrid Düßmann, Rudolf Fasche und Hermann Petermann, zwei Jahre später stieß Rüdiger Assmann zu dem Team, danach kamen Ute Quickert und Jürgen von der Rente (beide seit 2017) sowie Ingrid Köhne (seit 2020) hinzu.
Seit diesem Schuljahr komplettieren schließlich Gunda Häger, Thomas König uns Sven Rauschenberger das Team. Nicht alle konnten allerdings am Montagnachmittag dabei sein.
Verstärkung gefragt
Verstärkung ist willkommen: „Wir suchen immer neue Patinnen und Paten“, sagte Bernard Werner. Vor allem aber gehe es nicht ohne die örtliche Wirtschaft, betonte Hauptschulrektor Everinghoff abschließend: „Das Projekt lebt von tollen Unternehmerinnen und Unternehmern!“
