Hengstlage - Bei nettem Klönschnack mit Kaffee und Kuchen mit der älteren Dorfbevölkerung aus Hengstlage in Erinnerungen von Früher schwelgen: Schon lange schwebte Frauke Liening genau dieser Gedanke vor. Vor wenigen Tagen war es dann soweit. Bei Erzählungen aus der Runde teilten die sieben Teilnehmer viele Erinnerungen miteinander.
Natürlich spielten dabei auch die erlebten Kriegstage eine Rolle. So erinnerte man sich daran, wie der Hof von Knief und Friederichs in Brand geschossen wurde oder wie in den letzten Kriegstagen eine Zinkwanne auspolsterte und umgedreht wurde, damit die Kinder darunter vor Beschuss in Sicherheit waren. Oft sei in der Umgegend in der Nachkriegszeit eingebrochen worden. Dagegen hätte der Wirt Arnken seine ganz eigene Abwehr gehabt: Er schoss mit der Schrotflinte aus dem Obergeschoss und verfehlte sein Ziel, ein Hinterteil, laut der Gruppe nicht.
Doch auch schöne Erinnerungen, wie die von Herwig Friederichs an den ersten Fernseher in der Gastwirtschaft Arnken und die Fernsehserie „Fury“ wurden erzählt. Später folgte die Sportschau. Da hätte man stets mucksmäuschenstill sein müssen.
Gerne erinnerten sich die Teilnehmer des Klönschnacks auch an die Hengstlager Volkschule zurück – besonders an Hauptlehrer Ernst Fittje. Sogar sein Geburtstag, der 13. März, ist jedem auch jetzt noch in guter Erinnerung geblieben. An diesem Tag fiel der Schulunterricht aus. Schulmädchen schmückten das Pult mit Osterblumen und Weidenkätzchen und verzierten die Wandtafel mit Blumenbildern. War der Dorflehrer zu einer Festlichkeit eingeladen und es wurde spät, so war für den nächsten Tag laut der Erzählenden kein Unterricht. Stattdessen sei eine Wanderung an der frischen Luft angesagt gewesen.
