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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Herrchen muss sich Waldi erst verdienen

23.03.2013

Wildeshausen „Der tut nichts, der will nur spielen!“ Für viele Spaziergänger ist dieser Satz nur wenig beruhigend, wenn ein offensichtlich aufgeregter Hund auf ihn zu kommt. Kann der Halter seinen Hund richtig einschätzen? Hat er den Hund wirklich unter Kontrolle?

Eine neue Gesetzgebung soll dies nun sicherstellen. Halter, die zum ersten Mal einen Hund haben, sollen ab Juli einen „Hundeführerschein“ machen. Gemäß des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG) ist nach dem 1. Juli 2013 ein Sachkundenachweis für Erst-Hundehalterinnen und -halter erforderlich. Der theoretische Teil der Prüfung soll vor Anschaffung des Tieres erfolgen. Außerdem ist eine praktische Prüfung notwendig, die innerhalb des ersten Jahres der Hundehaltung nachgewiesen werden muss.

Bei der theoretischen Prüfung handelt es sich um einen Multiple Choice Test mit 35 Fragen, die die Themenbereiche Erziehung, Ausbildung, Angst und Aggression, Haltung, Pflege, Gesundheit, Zucht, Fortpflanzung, Rasse, Kommunikation sowie einschlägiges Recht umfassen sollen. Der Fragenkatalog wurde von einer Facharbeitsgruppe – bestehend aus Fachleuten verschiedener Verbände und Institutionen – erarbeitet.

Antreten zur Hundeführerscheinprüfung muss demnach, wer erstmalig einen Hund hält. Wer nachweisen kann, dass er innerhalb der letzten zehn Jahre über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren ununterbrochen und ohne Beanstandungen einen Hund gehalten hat, braucht den Hundeführerschein nicht.

„Ich halte den Hundeführerschein für sehr sinnvoll“, sagt Edith Kaminski, Pressewartin der Tierschutzgruppe Wildeshausen. „Wenn etwas passiert, liegt es in 90 Prozent der Fälle nicht an den Hunden“, so Kaminski. „Hunde sind kein Spielzeug, sie haben klare Verhaltensweisen, wenn man ihnen keine klaren Vorgaben gibt, hat auch der Hund ein schlechtes Leben“, so die Tierschützerin.

Ein Hund brauche Führung, so Kaminski. Die erreiche man aber nicht durch Unterordnung oder Gewalt. Kaminski hofft, dass durch den Führerschein ein besseres Verhältnis zwischen Mensch und Hund entstehen könne. „Der Hundeführerschein ist sicher nicht das Wundermittel, aber durch ihm müssen sich die Halter mit ihren Hunden auseinandersetzen“, so Kaminski.

Dem stimmt auch Kristina Falke von der Hundeschule Ziemer und Falke zu. „Der Hund wird in den menschlichen Alltag integriert – und daher sollte sich der Hundehalter auch mit den Bedürfnissen des Hundes auskennen, um diesem gerecht zu werden, auch zum Schutz des Hundes“, so Falke.

Wie der zukünftige Test der Landesregierung genau aussieht, sei allerdings noch nicht bekannt, so Falke. Die Sachkundeprüfungen dürfen jedoch nur von anerkannten Prüferinnen und Prüfern abgenommen werden. Diese werden in einer von der zuständigen Behörde, dem Veterinäramt oder Ordnungsamt des Landkreises, aufgeführt. Automatisch zertifiziert seien Tierärzte und Tierärztinnen, die eine entsprechende Fachausbildung zum Beispiel in der Verhaltenstherapie, Tierverhalten oder Tierschutzkunde besitzen.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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