Hockensberg/Iserloy - An diesem Thema kam der Heimatverein Hockensberg während der Jahreshauptversammlung im Golf- und Gartencafé in Iserloy nicht vorbei, zumal die Erschließungsarbeiten zeitnah beginnen sollen: der interkommunale Gewerbepark Wildeshausen-Nord.
Spenden für Verein
Die Iserloyer Straße (Kreisstraße 237) in Hockensberg wird für die Erschließung umgebaut. Gegen den Gewerbepark und für die Buchenallee setzten sich neben Nabu und Naturfreunde auch der rund 100 Mitglieder zählende Heimatverein ein. Vorsitzender Marcus Martens stellte vor, was sich seit November 2019 im Kampf gegen das Gewerbegebiet getan hat. Darunter auch auch der Punkt „Was wir erreicht haben“: Die Buchenreihe bleibt – weitestgehend – erhalten, die Ausgleichsflächen wurden vergrößert, die Bebauungshöhe von 30 auf 20 Meter reduziert, keine Industrieflächen mehr.
Für beide Seiten sei es jedoch ein steiniger Weg. „Die Gemeinde sitzt am längeren Hebel und will unbedingt Fakten schaffen“, so Martens. Unter anderem ging er auf den „bunten Protest“ im September auf dem Hof Holtmann ein (NWZ berichtete). Auch ein Fernsehteam war vor Ort, um die Aktion für den Erhalt der Buchenallee zu filmen. Zudem wurde Klage vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eingereicht. Diese und weitere Einsätze bedeuteten jedoch auch eine finanzielle Belastung für den Heimatverein: Deswegen gebe es die Möglichkeit zu spenden. Dafür könnten Spendenbescheinigungen ausgestellt werden, erklärte der Vorsitzende.
Martens wiedergewählt
Neben „Wildeshausen-Nord“ standen Wahlen auf der Tagesordnung: Jan-Albrecht Hollmann bleibt Kassenwart, Martens Vorsitzender. Seit 2008 ist er Vorsitzender – und machte darauf aufmerksam, dass ihn der Gewerbepark damit seit mittlerweile zwölf Jahren beschäftige. Thema ist das Gebiet seit 1994.
Der Besuch im Brennereimuseum, die Teilnahme an der Aktion „Saubere Landschaft“, das anschließende gesellige Beisammensein mit gemeinsamem Essen waren die Berichte aus dem Jahr 2019. Die Jahreshauptversammlung im März wurde wegen des Corona-Lockdowns verschoben. Einen Ausblick auf das kommende Jahr gab es deshalb nicht – denn wegen der Pandemie wisse man noch nicht, wie die weiteren Entwicklungen laufen, erklärte Pressewart Heinrich Voß.
