Colnrade - Gibt es eine Zukunft für den Hökermarkt in Colnrade? Wenn es nach dem am Wochenende neu gegründeten Förderverein geht, lautet die klare Antwort: Ja. Der Hökermarkt, der 1997 von Detlef Kähne ins Leben gerufen wurde, lockte Jahr für Jahr am 3. Oktober tausende Besucher in die kleine Gemeinde. Bis zur Corona-Pandemie. Die vergangenen zwei Jahre ist der Markt ausgefallen.
Weniger Leute
Nun habe sich die Frage gestellt, ob die Tradition überhaupt wieder aufgenommen wird, oder ob nicht viele jetzt gemerkt hätten, dass es auch ohne die beliebte Veranstaltung geht, sagte Dietrich Kirchhoff. Der Colnrader ist bei der Gründungsversammlung zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt worden. Das Schwierige sei, dass es immer weniger Leute gebe, die bei der Organisation helfen, und die, die es machen, dann „irgendwann verbrannt“ seien.
Und da Carsten Lüllmann und Günter Wachendorf, Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Colnrade, die bislang den Großteil der Organisation übernommen hatte, beide aufhören, kam die Idee eines neuen Fördervereins auf. Darüber seien alle Vereine in der gemeinsamen Whats-App-Gruppe informiert worden. Schlussendlich waren der Sportclub, der Fischereiverein und die Feuerwehr Colnrade mit an Bord. Da der Arbeitsaufwand hoch ist, hatten diese auf weitere Freiwillige bei der Versammlung gehofft, die Beteiligung war jedoch gering.
Noch sechs Monate
Neben Dietrich Kirchhoff sind Markus Kuraschinski als Zweiter und Rainer Aschenmoor als Dritter Vorsitzender, Johannes Kirchhoff als Erster und Timo Plump als Zweiter Kassenwart, Gerold Lindemann als Schriftwart und Heiko Marchewa als Beisitzer gewählt worden. „Viele aus dem Vorstand sind schon mindestens zehn Jahre dabei“, freute sich Dietrich Kirchhoff über die erfahrenen Leute, die „auch Eigeninitiative ergreifen“. Er selbst helfe seit mehr als 20 Jahren bei der Organisation.
Neben rechtlichen Dingen wie der Eintragung als Verein laufen jetzt auch die Vorbereitungen für den diesjährigen Hökermarkt an, in der ersten Vorstandssitzung seien bereits erste Aufgaben verteilt worden. „Es sind noch etwa sechs Monate bis zum Hökermarkt. Wir sind guten Mutes, das zu schaffen.“
