Hollen/Huntlosen - „Wir wollen nicht jammern“, fasst Marina Becker-Kückens, Geschäftsführerin des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) Hollen, den Rückblick auf das Jahr 2021 kurz zusammen. Auch, wenn das RUZ und der dazugehörige Standort Huntlosen auch in diesem Jahr wegen Corona eingeschränkt waren, ziehen die Geschäftsführerin und ihr Stellvertreter Martin Brinkmann eine positive Bilanz: Neben neuen Projekten gibt es auch eine neue Leiterin in Huntlosen.
Neue Koordinatorin
Nach 20 Jahren als Koordinatorin des Lernstandortes Huntlosen verabschiedete sich Edith Janßen im September in den Ruhestand. Seitdem ist Korinna Freihof die neue Leiterin des Standortes – und sie ist im Team des RUZ keine Fremde. Seit 2004 war die gelernte Landschaftsgärtnerin und Diplom-Landschaftsarchitektin als freie Mitarbeiterin im RUZ tätig. „Sie kennt die Strukturen und leistet hervorragende Arbeit“, lobt Becker-Kückens die neue Leiterin.
Trotz Corona-Pandemie und Einschränkungen freut Korinna Freihof sich auf die neue Arbeit: „Der Job ist spannend und herausfordernd. Gerade in diesen Zeiten ist es vor allem für Grundschüler wichtig, soziale Kompetenzen zu haben und in gemeinsamen Ausflügen den Klassenverband zu stärken “, sagt die 51-Jährige.
Bis vor den Sommerferien konnten aufgrund des Lockdowns und Einschränkungen in den Schulen nur wenige Veranstaltungen für Kinder stattfinden, so Marina Becker-Kückens. Nach den Sommerferien hingegen, als die Inzidenz niedrig lag, war das RUZ innerhalb kürzester Zeit wieder ausgebucht, fügt Brinkmann hinzu. Seit September waren laut Becker-Kückens vor allem Ausflüge an der frischen Luft zu den Themen „Wald, Wolf, Feuer“ sehr beliebt bei den Schulklassen, auch weil draußen die Maskenpflicht entfällt.
Die Anzahl der Veranstaltungen in den vergangenen zwei Pandemie-Jahren sei jedoch nicht mit dem Jahr 2019 vergleichbar. Waren es vor zwei Jahren noch um die 900 Veranstaltungen jährlich, waren es 2021 nur circa 400 im RUZ Hollen. Der Lernstandort Huntlosen kann für dieses Jahr fast 140 Veranstaltungen verzeichnen – im Vergleich zu den sonst üblichen 170 Veranstaltungen nicht schlecht, so Korinna Freihof.
Alternativprogramme
Nebenbei hat das Team des RUZ die freie Zeit genutzt: Geplante Sanierungsarbeiten konnten fertiggestellt und neue Projekte, wie die „INSektenschutzAkademie“ (INSA), realisiert werden. Außerdem gab es Alternativprogramme, zu denen selbstgedrehte Lern-Videos und ein eigener Podcast gehören, sagt Martin Brinkmann.
Auch in finanzieller Hinsicht ist das RUZ trotz Corona-Jahr gut aufgestellt: Unterstützung gab es weiterhin von Fördergeldern der Kommunen und Projektmitteln. Wie das nächste Jahr aussehen wird, kann Leiterin Becker-Kückens noch nicht sagen: „Es gibt zwar schon Ideen für neue Projekte, aber es steht nichts fest. Die Planung ist wegen Corona ziemlich unsicher geworden“, schließt sie ab.
