Holzhausen - „Eigentlich war wettertechnisch wochenlang nur April“, sagt Landwirt Glenn Mahlstedt mit einem Lachen. Gemeint ist das kühle, regnerische Wetter, das sich bis weit in den Monat Mai zog. Die Spargelsaison auf seinem Hof in Holzhausen war dementsprechend kurz – und somit nicht herausragend. „Wir bauen immer ganz frühe und ganz späte Sorten an, dieses Jahr kamen die frühen aber kaum zu Zuge, weil es zu lange zu kalt war.“
Die Wochen danach habe die Familie aber gut steuern können – übrigens unter anderem auch durch die schwarz-weißen Folien. Denn die schwarze Seite zieht die Sonneneinstrahlung an, kann also genutzt werden, wenn es noch bedeckt ist. Weiß reflektiert das Sonnenlicht, falls es zu heiß ist.
Etwas an dieser Spargelsaison war aber dann doch noch herausragend, und das hatte mit Corona zu tun, wie Glenn Mahlstedt ergänzt. „Die Wertschätzung von Kundinnen und Kunden für die Direktvermarktung ist gestiegen. Regionale und saisonale Lebensmittel einzukaufen, scheint an Stellenwert gewonnen zu haben. Und das macht einfach nur Spaß.“
