Frau Maurer, gibt es bei Ihnen Homeoffice-Lösungen?

MaurerSeit Mitte des Jahres 2020 haben wir Split-Business-Lösungen eingeführt und parallel Kollegen ganz oder teilweise ins Homeoffice geschickt, je nach der jeweiligen Tätigkeit. Gleichzeitig ist es unser Ziel, dass die Kundenberatung und der persönliche Kontakt gewährleistet bleiben. Vieles geht heutzutage problemlos online, aber als regionale Bank bleibt die Beratung vor Ort oder am Telefon von hoher Priorität.

Wie viele Mitarbeiter können von zu Hause aus arbeiten?

MaurerBis zu 40 von rund 140 Mitarbeitern. Auch unsere Auszubildenden nutzen in Teilen das Homeschooling. Ergänzend haben wir die Arbeitsplätze in der Bank entzerrt und erweitert, sodass auch hier der Infektionsschutz ausgeweitet wurde.

Werden die Homeoffice-Möglichkeiten noch ausgebaut?

MaurerDie Pläne für unsere Backoffice- und Marktfolgebereiche sind schon umgesetzt. Unsere Kundenberater und Servicemitarbeiter, der personalstärkste Bereich, bleiben vor Ort und werden innerhalb der sieben Geschäftsstellen weitestgehend räumlich entzerrt. Ein weiterer Ausbau ist denkbar und Teil einer fortlaufenden internen Überprüfung. Auch hier sammeln wir wie viele andere Unternehmen Erfahrungen, die wir für die weitere Gestaltung nutzen.

Gibt es Probleme?

MaurerEs gab Anlaufschwierigkeiten bei der Ausweitung der technischen Ausstattung, da Lieferzeiten gerade zu Beginn etwas länger waren. Unsere IT hat sich aber hervorragend um die Mitarbeiter gekümmert, sodass die Einrichtung zu Hause sehr einfach hinzubekommen war. Aber die Anbindung an das Internet zu Hause ist nicht immer ausreichend gegeben. Dennoch haben wir uns schnell auf die neue Situation eingestellt. Natürlich stellt sich auch die Kinderbetreuung im Homeoffice als Herausforderung dar. Dem sind wir mit mehr Flexibilität begegnet und haben die Möglichkeiten der Arbeitszeiteinteilung ausgeweitet.

Wie kommt das Homeoffice bei der Belegschaft an?

MaurerDas Angebot, mobil von zu Hause zu arbeiten, ist grundsätzlich positiv belegt. Zum einen können wir hierdurch dem Infektionsschutz weiter Rechnung tragen, zum anderen ist es den Kolleginnen und Kollegen möglich, private und berufliche Belange besser zu verknüpfen – wie beispielsweise gerade für Eltern in Zeiten von Homeschooling. Natürlich dürfen wir nicht die Mitarbeiter vergessen, bei denen aufgrund der Tätigkeit kein Homeoffice möglich ist. Hier gilt es ebenfalls, die Rahmenbedingungen und den Infektionsschutz bestmöglich zu gestalten.

Wird die Arbeitsleistung zu Hause kontrolliert?

MaurerUnsere Unternehmenskultur setzt auf das Vertrauensverhältnis. Die Führungskräfte halten regelmäßig Kontakt mit der jeweiligen Abteilung. Allgemein stimmen sich viele telefonisch ab oder verabreden sich zu virtuellen Gesprächen. Auch intern legen wir Wert auf den persönlichen Kontakt, um einer möglichen Isolation entgegenzuwirken.

Geht es nach der Pandemie zurück zur Präsenzkultur?

MaurerWir sind der festen Überzeugung, dass sich die flexiblen Möglichkeiten weiter in der Arbeitswelt durchsetzen werden. Die Erfahrungen der letzten Monate werden wir nutzen, um das „passende Modell“ zu finden – natürlich auch nach der Pandemie.

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee