Hude - Die siebenjährige Maira und ihr Vater Marcus aus Hude unterbrachen ihre kleine Fahrradtour mit einer Pause auf der Sitzbank am Rande des Bahnhofsvorplatzes. Vor allem Maira hatte dem Duft von Schmalzgebäck und Mutzenmandeln nicht widerstehen können. Schon von weitem ist der große Nussknacker inmitten weihnachtlicher Dekoration zu sehen. Das hatte schon ein Stück magnetische Wirkung. Und dann der Duft aus der „Weihnachtsbäckerei“ der Schaustellerfamilie Blume, die süße Leckereien erstmals am Wochenende anbot. Ein bisschen Weihnachtsmarktstimmung in der Corona-Zeit gibt es jetzt auch auf dem Huder Bahnhofsvorplatz.
Der einzige Marktstand
Es ist der einzige Marktstand auf dem Bahnhofsvorplatz. Wo sonst in Vorjahren der Winterzauber-Weihnachtsmarkt zum Besuch und Verweilen mit Freunden und Bekannten an rund 20 Ständen einlud und das Kinderkarussell seine Runden drehte, gibt es nur diesen einen Stand. Verweilen darf man dort leider nicht. Umso mehr freute sich die Familie Blume, dass an den ersten beiden Tagen so viele Huder vorbeischauten, um etwas mitzunehmen. So auch Sandy Mc Nabb. Die Huderin mit amerikanischen Namen, die nach eigenen Angaben schon „ewig“ in Deutschland lebt, war mit ihrer Tochter zum Schmalzkuchen-Kauf aufgebrochen und fand es einfach schön, dass zumindest diese kleine Abwechslung zu Beginn der Adventszeit möglich ist. Das mit Abstand und Maske sei kein Problem, meinte sie und wartete geduldig, bis sie an der Reihe war.
Kein Punsch „to go“
Allerdings der Schmalzkuchen, der machte auch Lust auf mehr. „Da fehlt nur noch unser leckerer Weißer Punsch“, sagte Lilli Blume. Gerne hätte der Bürgermeister ja die Zustimmung gegeben. Aber das Ordnungsamt müsse sich strikt an die Vorgaben halten. Punsch gibt es also nicht.
Jedes Wochenende
Geöffnet hat die „Weihnachtsbäckerei“ an den kommenden Adventswochenenden jeweils sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Neben Schmalzkuchen werden unter anderem auch Crêpes und gebrannte Mandeln angeboten.
Neben der „Weihnachtsbäckerei“ betreiben die Huder Schausteller, denen ansonsten in diesem Jahr durch Absage aller großen Volksfeste und Märkte die Einnahmen weggebrochen sind, noch zwei Imbissstände auf dem eigenen Grundstück an der Langenberger Straße 7 in Hude und im Gewerbegebiet Altmoorhausen.
