Hude - Es sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich im Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in Hude engagieren. „Aber das Wir-Gefühl ist immer sehr ausgeprägt“, sagt Michael Grashorn. Er lobt das friedliche und kollegiale Miteinander der Grünen in Hude. Der 66-Jährige, der für die Huder Grünen im Gemeinderat sitzt, muss es wissen. Gehört er doch zu den Mitstreitern der ersten Stunde in Hude.
Erst alternativ, dann grün
Bundesweit feiern die Grünen ihr 40-jähriges Bestehen. In Hude gibt es den Ortsverband seit 1983. Er ist hervorgegangen aus einer alternativen Wählergemeinschaft, die sich 1980 gründete. Es waren Menschen, die in Hude alternative Lebensformen erprobten und sich 1983 entschlossen, den Grünen beizutreten, erinnert sich Grashorn an die wilden Zeiten damals. „Die Aktionen haben immer Spaß gemacht“, sagt er. Die Grünen suchten durchaus die Provokation, um in Sachen Friedenspolitik und Ökologie ihre Standpunkte deutlich zu machen.
Heute haben sich die Grünen in Hude gut etabliert, sitzen mit einer starken Mannschaft im Gemeinderat.
Bei den Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr möchte auch Michael Thielemeyer (65) erneut für die Grünen kandidieren. Der Studienrat unterrichtet Englisch und Geschichte an der Helene-Lange-Schule in Oldenburg, arbeitet mit vollem Herzen als Lehrer und will seinen Dienst auch erst mit sechsundsechzigeinhalb beenden, um seine Abiturklasse bis zum Abschluss begleiten zu können.
Thielemeyer, der seit gut 20 Jahren mit seiner Familie in Hude lebt und sich hier nach eigenen Worten sehr wohlfühlt, ist vor 40 Jahren in Oldenburg den Grünen beigetreten. Letztendlich wegen der ökologischen Ziele und der Friedenspolitik habe er sich angeschlossen, sagt er. Das war am 19. November 1980. Den alten Mitgliedsausweis hat er noch. In Oldenburg war Thielemeyer 13 Jahre Ratsherr der Grünen und unter anderem auch Umweltausschuss-Vorsitzender.
Gerade auch der Schutz des Baumbestandes in Hude ist sein besonderes Anliegen. Deshalb wurde für die Urkundenübergabe als Hintergrund die Platanenreihe an der Straße Hohelucht gewählt, für deren Erhalt sich die Grünen stark machen und verhindern wollen, dass die alten Bäume durch ein Neubauvorhaben in Mitleidenschaft gezogen werden.
Kandidatensuche läuft
Die Grünen hoffen, bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr die Zahl der Mandate weiter auszubauen. Die Kandidatensuche ist im Gange. Birte Wachtendorf, Karin Rohde und Klaus-Dieter Jakob vom aktuellen Ortsvorstand hoffen, eine bunte Mischung aus gestandenen und jungen Grünen für die Kandidatenliste zusammenzubekommen. Wer mitmachen möchte, könne sich gerne melden, so Birte Wachtendorf (birte.wachtendorf@t-online.de).
