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Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Hude Der zweite Bewerber kommt aus Sandkrug

Hude - Jetzt geht es offenbar Schlag auf Schlag mit der Präsentation der Bewerber für die Bürgermeisterwahl in Hude. Nachdem am Montagabend die CDU ihre Unterstützung für den unabhängigen Bewerber Stephan Tapper aus Rastede beschloss, folgte am Dienstag die Nominierungsversammlung der SPD – rein digital als Videokonferenz. Anschließend machten sich 18 stimmberechtigte Mitglieder auf zur Urnenwahl im Haus der SPD-Vorsitzenden Sandra Aichele, um dort coronakonform ihre Stimme abzugeben. Alle 18 Stimmberechtigten sprachen sich dafür aus, den parteilosen Bewerber Jörg Skatulla aus Sandkrug als Kandidaten der SPD für das Bürgermeisteramt zu nominieren.

Zur Person

Jörg Skatulla arbeitet als Sachgebietsleiter (Regierungsrat) für Nachwuchsprüfer beim Finanzamt für Großbetriebsprüfung. Er hat nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium zunächst eine Ausbildung als Industriekaufmann absolviert und später sein Diplom als Finanzwirt an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege erworben.

Seine Stärke sei die Digitalisierung, sagt der Bewerber. Sowohl im Haupt- als auch im Nebenamt entwickle er seit Jahren digitale Konzepte. Seit Beginn der Pandemie gebe er digitalen Unterricht. Skatulla ist also auch gut gerüstet für einen digitalen Wahlkampf. So weit es Corona zulässt, will er aber auch persönlich die Menschen in den Huder Ortschaften kennenlernen.

Regierungsrat Jörg Skatulla ist im Landkreis kein Unbekannter. Er engagiert sich ehrenamtlich als Vorsitzender des Kreissportbundes. Und der Bürgermeisterwahlkampf ist ihm auch nicht fremd. Erst in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Hatten im Jahr 2014 unterlag er dem jetzigen Amtsinhaber Christian Pundt mit 45,65 zu 54,34 Prozent der Stimmen.

Positiv überrascht

„Als mich Frau Aichele im Dezember letzten Jahres gefragt hat, ob ich 2021 als Bürgermeisterkandidat für die SPD in Hude antreten wolle, war ich doch sehr positiv überrascht. Damit hätte ich nicht gerechnet“, berichtet Skatulla.

In der Folgezeit habe er viele Gespräche mit verschiedenen politischen Vertretern der Gemeinde, Freunden und Bekannten geführt. „Hier habe ich als Mensch mit meinen Kenntnissen und Fähigkeiten sehr viel Unterstützung und Zuspruch für eine mögliche Kandidatur erfahren.“

Ausschlaggebend für seinen Entschluss, sich als Bewerber für das Bürgermeisteramt im 18 Kilometer entfernten Hude aufstellen zu lassen, sei letztlich die volle Rückendeckung seiner Frau Claudia und seiner Kinder (22, 19 und 16 Jahre) gewesen. Der 52-Jährige ist seit 25 Jahren verheiratet.

Hoch motiviert

Er kenne Hude als lebens- und liebenswerte Gemeinde. „Die Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, das habe ich in den letzten Wochen erfahren dürfen, schätzen das Miteinander und die hohe Lebensqualität in Hude“, so Skatulla.

Er sei hochmotiviert, um mit der Unterstützung der Menschen in Hude als ihr Bürgermeister die Ärmel hochzukrempeln und dabei Mitarbeiter, Politik und Bürger mitzunehmen. „Ich möchte das erhalten, was gut und richtig ist, und das anpacken, was besser werden soll.“

Mensch im Mittelpunkt

Er stelle dabei die Menschen in den Mittelpunkt, möchte alle motivieren zum Mitmachen, um gemeinsam Vieles zu bewegen. Skatullas Begeisterung für das Ehrenamt habe sie besonders überzeugt, so SPD-Ratsfrau Ulrike Janz-Janzen. „Wir wollen Hude lebenswert und umweltfreundlich gestalten“, sagt Parteikollege Heiko Aschenbeck. Um nach der Pandemie für Aufbruchstimmung zu sorgen – dafür sei Skatulla mit seiner fachlichen und menschlichen Qualifikation der richtige Mann. Aschenbeck betonte zugleich die Absicht seiner Fraktion, mit allen Parteien weiterhin konstruktiv zusammenarbeiten zu wollen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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